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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

BERUF: Wenn der Fußpfleger zur Kuh kommt

18.10.2007

HOLLE Manchmal steht bei Hayes eine etwas befremdlich wirkende Apparatur auf dem Hof. Aus Metall ist die, mit mehreren Rädchen dran und zwei Steckdosen. Meistens steht auch eine Kuh darin, festgeschnallt mit kräftigen Gurten. Fachmännisch drückt Egon Haye – dann immer im lilafarbenen Arbeitsanzug und grüner Schürze – eine Taste. Ganz langsam wird danach eines der vier Kuhbeine nach oben gezogen, und Haye kann mit seiner Arbeit beginnen.

Egon Haye ist Klauenpfleger, nicht hauptberuflich – denn da muss er sich um seinen eigenen Hof kümmern – aber staatlich geprüfter. Meist an einem oder zwei Tagen in der Woche fährt er zu anderen Landwirten und nimmt sich dort den Klauen der Kühe an. Überschüssiges Horn entfernt er dann, „damit die Kuh wieder auf geraden Klauen stehen kann“ und Krankheiten erkannt und auch behandelt werden können. „Früher wurde das noch von Hand nur mit dem Messer gemacht“, weiß Haye. Aber das geht inzwischen nicht mehr. Heutzutage stehen die meisten Kühe viel auf Beton. Und da gebe es nicht mehr genug natürlichen Abrieb für die Klauen. Also muss Egon Haye das Gröbste mit der Flex entfernen. Für die Feinarbeit holt er dann die Messer aus seiner Schürzentasche. Dass die Kuh dabei ruhig bleibt, ist eigentlich ganz einfach: Man nimmt zwei Metallapparaturen. „So kann der Landwirt die eine Kuh festmachen, während ich an der anderen arbeite. Das bringt viel mehr Ruhe.“

Aber der 50-jährige Landwirt bearbeitet nicht nur die Klauen der Kühe, er dokumentiert auch, was er da macht. Krankheiten und Besonderheiten an den Kuhfüßen etwa schreibt er auf. So weiß jeder Landwirt, wie es um die Klauen seiner Kühen steht, und auch Haye kann bei seinem nächsten Besuch auf seine Unterlagen zurückgreifen.

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Gelernt hat er das alles in mehreren Lehrgängen bei der Lehr- und Versuchsanstalt (LVA) für Tierhaltung in Echem. „Ich hatte selbst Probleme mit den Klauen von meinen Kühen, und da bin ich auf die Idee gekommen, das überbetrieblich zu machen“, sagt er. Also informierte er sich bei der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer und meldete sich für den ersten Lehrgang an. Auf dem Stundenplan stand nicht nur die praktische Klauenpflege, sondern auch die theoretische Einweisung vom Tierarzt.

2005 legte Haye die erste Fachstufe ab, danach die Prüfung zur zweiten Fachstufe. Als staatlich geprüfter Klauenpfleger betreut er inzwischen die Kühe in einem Umkreis von 40 Kilometern.

www.lva-echem.de

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