• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Historie: Wenn der Personalausweis abgelaufen ist

20.03.2017

Wildeshausen Puh, erst einmal ins Portemonnaie geguckt, wie lange der eigene Personalausweis überhaupt noch gültig ist. Das aufgedruckte Erstelldatum auf der Rückseite gibt zum Glück schnell Entwarnung: Die Zehn-Jahres-Frist läuft erst im März 2020 ab.

„Das geht vielen so, dass sie ihren Personalausweis gar nicht so oft brauchen und etwas aus dem Blick verlieren“, schmunzelt Christa Kamp-haus. Seit 1985 arbeitet sie bei der Stadt Wildeshausen, die meiste Zeit davon im Meldeamt. An die Einführung des maschinenlesbaren Personalausweises erinnert sie sich noch gut.

Der Personalausweis kann ab der Geburt beantragt werden. Ab dem zehnten Lebensjahr muss bei Antragstellung eine Unterschrift geleistet werden. Ab dem 16. Lebensjahr ist man in Deutschland ausweispflichtig.

Benötigt werden ein aktuelles biometrisches Passbild, eine Geburts-/bzw. Heiratsurkunde und ein Ausweisdokument (falls vorhanden).

Die Gültigkeit beträgt zehn Jahre bzw. sechs Jahre bei Personen, die jünger als 24 Jahre sind. Die Gültigkeit ist bei jüngeren Personen herabgesetzt, weil sie sich optisch oft stark verändern. Deshalb müssen aktuelle Bilder nachgeklebt werden, wenn zum Beispiel bereits für einen Säugling ein Personalausweis beantragt wurde, das Kind darauf aber Jahre später nicht mehr zu erkennen ist.

Die Gebühren betragen 22,80 Euro für unter 24-Jährige und 28,80 Euro für über 24-Jährige. Der vorläufige Personalausweis, der nur in Ausnahmefällen ausgestellt wird, kostet zehn Euro.

Nach einem Umzug muss die Anschrift auf dem Dokument sowie auf dem Chip im Ausweis aktualisiert werden.

Mit der Einführung der kunststofflaminierten Karte wurde die Herstellung und Personalisierung der Ausweise in Deutschland zentralisiert. Zuvor hatte die Bundesdruckerei kleine graue Passbücher gedruckt, in die die Ausweisdaten mit der Schreibmaschine getippt wurden. Die wichtigste Neuerung des laminierten Personalausweises bestand in einer zweizeiligen maschinenlesbaren Zone. Deutschland war eins der ersten Länder, das die schnelle Prüfmöglichkeit der ID-Papiere durch Maschinen einführte. Dahinter stand die polizeiliche Forderung nach einem schnellen Abgleich von Name und Geburtsdatum mit Fahndungslisten.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Hologramm „eingebaut“

Vor diesem Hintergrund verbesserte der Staat 2001 die Fälschungssicherheit des Dokuments mit einem Hologramm, dem so genannten Identigramm. Noch einen Schritt weiter ging er am 1. November 2010 mit der Einführung des so genannten neuen Personalausweises. Er hat Scheckkartengröße und enthält rechts oben einen Chip, in dem die Personaldaten und die biometrischen Daten (Lichtbild sowie optional zwei Fingerabdrücke) gespeichert werden. „Dadurch soll der Ausweisinhaber sicherer identifiziert werden können, und der Ausweis kann für amtliche Online-Dienstleistungen sowie für Geschäfte im Internet verwendet werden“, sagt Kamphaus.

Anfangs hätten die Wildeshauser zögerlich auf die neuen Optionen reagiert, aber inzwischen würde sich rund die Hälfte der Antragsteller zum Beispiel für das Speichern der Fingerabdrücke entscheiden.

Parallel zum technischen Fortschritt ist die Wartezeit auf einen neuen Personalausweis übrigens gesunken. „Vor 30 Jahren haben wir noch alle Anträge mit der Maschine geschrieben und einmal in der Woche mit der Post zur Bundesdruckerei geschickt“, erinnert sich Kamphaus an Zeiten, in denen der Rücklauf vier bis fünf Wochen dauerte.

Fehlerquote niedriger

Inzwischen wird der Antrag längst direkt aus dem Programm gedruckt, und die Daten werden online an die Bundesdruckerei übermittelt. Die Fehlerquote ist gesunken, der Rücklauf dauert circa drei Wochen. Das ist so manchem aber immer noch zu lang. „Wenn jemand zum Beispiel plötzlich auf eine Dienstreise muss, keinen Reisepass hat und der Personalausweis abgelaufen ist, dann ist oft der vorläufige Personalausweis für zehn Euro ein guter Kompromiss“, sagt die Mitarbeiterin aus dem Meldeamt. Nachteile seien allerdings, dass der vorläufige „Perso“ eine Höchstgültigkeit von drei Monaten habe und zwar für die Einreise in die meisten, aber eben nicht alle Länder wie zum Beispiel die USA oder Südafrika reiche.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2703
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.