• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wenn die Giga-Liner ins Rollen kommen

31.10.2014

Altona In den Niederlanden heißen sie Eco-Liner, in Deutschland Lang-Lkw oder Giga-Liner, im europäischen Sprachgebrauch Euro-Combi. Alle drei Bezeichnungen beziehen sich auf eine lange Lkw-Kombination mit bis zu 25,25 Metern Fahrzeuglänge, acht Fahrzeugachsen und bis zu 60 Tonnen Gesamtgewicht. In Deutschland sind dazu Lastzüge in einem Feldversuch in der Größenordnung von 44 Tonnen im Test. Doch die Zulassung derartiger Trucks lässt auf sich warten.

Gesine Meißner, FDP-Mitglied im EU-Parlament, eröffnete zu diesem Thema am Mittwochabend auf Gut Altona ein Seminar mit Diskussion unter dem Titel „Wird Europa ausgebremst? – Wie Regulierungen Europäische Beziehungen beeinflussen“.

Meißner bezeichnete die Lang-Lkw als ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Allerdings gebe es von der EU dazu keine Regelung, aber auch kein Verbot. So seien bislang die Regelungen und Handhabungen in den Ländern von Gültigkeit. Auch im Grenzverkehr sei es den Nachbarstaaten überlassen, die Lastzüge verkehren zu lassen, wenn es gewollt ist.

Jan Huitema aus den Niederlanden, ebenfalls EU-Parlamentarier, schilderte, dass die überlangen Lkw-Züge in seinem Land Eco-Liner genannt würden, weil sie weniger Treibstoff verbrauchen und weitaus mehr Waren transportieren könnten. „Für uns ist das als kleines Land mit Exporten gerade aus der Landwirtschaft von besonderer Bedeutung.“ Wie er ausführte, seien rund 1000 Lang-Lkw auf niederländischen Straßen unterwegs.

Adalbert Wandt, Präsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), forderte für seinen Verband eine Stärkung der Basisarbeit, um Nachwuchs zu rekrutieren. „Wir brauchen Fahrer“, so der Präsident. Als Beispiel führte er an, dass ein Container-Frachter 11 500 Behälter anlande. Für den Abtransport seien 5700 Lkw notwendig. Könnten Lang-Lkw eingesetzt werden, würden sich die Fahrten auf 3800 reduzieren. Wandt monierte die mangelnde Konversationen mit Politikern in Berlin: „Es ist eine Katastrophe, dass die FDP nicht mehr im Bundestag ist.“ Mit den Giga-Liner könne nicht nur Kraftstoff gespart werden, sondern zusätzlich auch Personalkosten.

„Für uns ist der Lang-Lkw ein grüner Lkw“, erklärte Simeon Breuer, Geschäftsführer der L.I.T-Spedition aus Brake. Felix Jahn, Sprecher des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages, schilderte die Anforderungen an die Verkehrspolitik aus Sicht der Wirtschaft.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.