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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Denkmalschutz: Wenn die Zukunft eine Glaskugel ist

30.09.2013

Pestrup Auf Hochtouren läuft die Restaurierung des alten Ahlers-Hofes in Pestrup. Im September 2011 hatte Alexander Flath das denkmalgeschützte Gebäude erworben. Zuvor hatte der Hof, der seit 1747 von der Familie Ahlers bewohnt worden war, mehrere Jahre leer gestanden. „Viel länger hätte man mit der Sanierung nicht warten dürfen“, betonte Stefan Effenberger, beim Landkreis Oldenburg zuständig für den Denkmalschutz, im Januar 2013.

Das ließen sich Alexander Flath und Lebensgefährtin Kiri Tippens nicht zweimal sagen. Nachdem alle nötigen Anträge bezüglich Bauordnungsrecht und Denkmalschutz abgearbeitet und 14 Traktoranhänger isolierendes Stroh herausgeholt waren, „haben wir in unserem Urlaub die alten Innenwände abgerissen“, erinnert sich Flath, der anschließend froh war, „wieder ins Büro zu dürfen“.

Danach ging es an die behutsame Sanierung der Außenhülle. „Der Giebel wurde komplett abgebaut und in feinster Zimmermannskunst Stück für Stück saniert“, berichtet Flath. Diese Puzzlearbeit war nach drei Monaten abgeschlossen.

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Eine wahre Herkulesaufgabe war auch das Setzen komplett neuer Fundamente. „Das ganze Haus schwebte auf einer Hilfskonstruktion“, berichtet der Wildeshauser, der sein Geld als Vertriebsleiter beim SGS Institut Frisenius verdient. Unter den Seitenwänden ging es darum, die nicht denkmalschutzgerechten Sanierungsmaßnahmen von einst wieder zu beheben, bei denen die ursprüngliche Holzschwelle durch Klinker ersetzt worden war. „Der alte Feldsteinsockel wurde freigelegt und vor dem Ausbau genauestens kartographiert“, sagt Flath. Nach dem Einbringen eines modernen Betonfundaments wurden die Feldsteine dann haargenau wieder an ihren alten Platz gesetzt. Abschließend wurde eine neue Eichenholzschwelle aufgebracht.

„Gestartet sind wir auch mit der Sanierung des Reetdachs, das teilweise gestopft wurde und jetzt noch gekämmt werden muss“, berichtet der Bauherr, der für diese Maßnahme auf einige trockene Herbsttage hofft. Auch die alten Firstpfannen wurden inzwischen erneuert.

„Der Umfang an denkmalschutzrechtlichen Maßnahmen bei so einem Projekt ist schon bemerkenswert“, resümiert Flath, der mit der unteren Denkmalschutzbehörde beim Kreis nach eigenem Bekunden „super“ zusammenarbeitet. „Die Experten haben gesagt, dass sie selbst bei diesem Projekt noch lernen“, verrät er nicht ganz ohne Stolz.

Zum Richtfest Mitte September ließ die Nachbarschaft es sich nicht nehmen, nach alter Tradition eine bunte Richtkrone zu binden. „Wir fühlen uns hier richtig willkommen“, schwärmt der gebürtige Sachse. Er schätzt die regelmäßigen Dorfplatzabende und macht mit einem Nachbarn jetzt sogar den Jagdschein.

„Innen hat sich naturgemäß bislang nicht so viel getan, aber das wird sich nach Gießen der Betonplatte in zwei Wochen ändern“, blickt Flath in die Zukunft, auch wenn die bei so einem alten Gebäude oft „eine Glaskugel“ sei. Die Innengestaltung übernimmt Kiri Tippens, die es kaum erwarten kann, endlich loszulegen. Ende Dezember/Anfang Januar hofft das junge Paar, in sein neues Zuhause einziehen zu können.


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Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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