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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wenn Stufen den Zutritt behindern

28.11.2014

Wardenburg Stufen, Treppen, schwergängige Türen: Für Menschen im Rollstuhl, mit körperlichen Beeinträchtigungen oder eingeschränkter Mobilität kann das zum unüberwindbaren Hindernis werden. Ein Problem, auf das jetzt auch die Seniorenvertretung in der Gemeinde Wardenburg aufmerksam macht: Nach wie vor gebe es Arztpraxen und kleinere Gewerbebetriebe, die von Gehbehinderten oder Rollstuhlfahrern ohne fremde Hilfe kaum zu erreichen seien, beklagen Vorsitzender Hubert Malz und Mitstreiter Klaus Schöttke. Bei der jüngsten Zusammenkunft der Seniorenvertretung sei dies Problem an den Vorstand herangetragen worden mit der Bitte, aktiv zu werden. Man könne nur appellieren, für behindertengerechte Begehbarkeit und Barrierefreiheit zu sorgen, so Malz, denn hier würden Behinderte benachteiligt: „Wir müssen die Leute wach rütteln und das Hineindenken in die Probleme der Behinderten und Senioren erreichen.“ Auch im Sinne der Praxen und Geschäfte selbst, wie Schöttke ergänzt: „Wer Behinderte und Ältere mit ihrer Kaufkraft will, muss dafür etwas tun.“

Seniorenvertretung sammelt weiter Erzählungen fürs Buch

Aktuell größtes Projekt der Seniorenvertretung in der Gemeinde ist die geplante Herausgabe eines Buchs mit Kurzgeschichten unterm Motto „Senioren erinnern sich: Was es heute so in Wardenburg nicht mehr gibt“. Erinnerungen alteingesessener Wardenburger an alte Ortsansichten, Feste oder Anekdoten und persönliche Alltagserlebnisse von einst sollen darin nachzulesen sein.

Noch eher schleppend ist zum Bedauern von Projektleiter Klaus Schöttke der Zufluss. 25 Geschichten lägen zurzeit vor, für eine Buchveröffentlichung werde etwa das Doppelte benötigt. Weitere Geschichten sind so dringend gesucht. Auch wer Probleme beim Verfassen schriftlicher Texte hat, könne mitmachen und seine Geschichte erzählen.

Kritische Worte gab es dazu bei der jüngsten Sitzung der Seniorenvertretung, zu der 17 von 27 angeschriebenen Vereinen und Clubs Vertreter entsendeten. Vorsitzender Hubert Malz bedauerte unzureichende Un-terstützung beim Buchprojekt und bei der Weitergabe von Informationen an die Basis. Bei Besuchen in den Gruppen sei man mehrfach damit konfrontiert worden, dass das Projekt nicht wirklich bekannt gewesen sei.

Praxisräume im Obergeschoss, ein für Rollstuhl und Rollator enger Eingangsbereich, Stufen, die trotz womöglich vorhandener Automatiktür den Zugang behindern, Türen, die schnell wieder zufallen, oder auch hoch angebrachte Warenregale – die Seniorenvertretung hat manchen Problempunkt ausgemacht. Und: Das Thema werde an Dringlichkeit weiter zunehmen, ist Malz überzeugt. „Wir Menschen werden immer älter und gebrechlicher. Der Anspruch an solche Dinge wird eher größer.“ Die Seniorenvertretung habe das Thema mit auf der Agenda – denn auch viele Senioren seien gesundheitlich beeinträchtigt, nicht mehr so beweglich und auf Hilfsmittel wie Rollatoren angewiesen. „Wir werden jetzt schauen, was gemacht werden soll und wie’s gemacht werden kann“, so Schöttke.

Rita Rockel, Behindertenbeauftragte im Landkreis, weiß um die Problematik des Themas Barrierefreiheit. „Es fehlt überall an barrierefreien Praxen, gerade im ländlichen Bereich.“ Gerade beim Altbestand der Praxen gelte es, die Ärzte zu motivieren, „nach und nach umzurüsten“. Nicht immer müsse es gleich um die womöglich teure Maximallösung gehen; manchmal könne schon helfen, eine Rampe vor eine Stufe zu setzen, wenn es sechs Prozent nicht übersteige, oder kleinere Maßnahmen wie Handläufe, Haltegriffe als Aufstehhilfe oder eine breitere Tür zu prüfen. „Man muss gucken, was geht.“ Grundsätzlich profitierten alle von Barrierefreiheit, denn auch etwa Menschen mit Verletzungen, Übergewicht oder auch Eltern mit Kinderwagen wüssten um Schwierigkeiten mit Stufen. Vorgaben gibt es laut Bauordnungsamt des Landkreises für Praxisneueröffnungen, für die ein Bauantrag gestellt werde bzw. wo es eine Umnutzung gibt: Dann greife eine DIN-Norm mit Vorgaben.

Astrid Kretzer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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