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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Werkstatt will Flüchtlingen „Brücke“ sein

05.09.2015

Ganderkesee Bei der Integration von Flüchtlingen in Ganderkesee wollen auch die Delme-Werkstätten aktiv mithelfen. „Sechs Praktikantenstellen“ kündigte Betriebsleiter Stefan Martens am Freitagvormittag bei einem Gespräch mit Mitgliedern des „Arbeitskreises Flüchtlinge“ an. Das Ziel ist klar: Das Haus an der Pestalozzistraße 4 will quasi eine „Brücke“ sein, um Flüchtlingen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Die Idee stammt von Arbeitskreismitglied Hermann Abeln. In den Delme-Werkstätten, so sagte er, könnten Flüchtlinge „sinnstiftende Arbeit“ leisten – Arbeit, die sie auch in Kontakt bringe mit Menschen, „die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“.

Arbeitskreis-Mitglied Sandra Baba berichtete von einem dringenden Wunsch von Flüchtlingen, eine Arbeit aufzunehmen: „Sie sind so motiviert. Sie wollen zeigen: Wir lernen schnell. Zeigen Sie es uns.“

Fritz-Werner Bergmann, beim Arbeitskreis zuständig für die Mobilität mit Fahrrädern, berichtete von sehr guten Erfahrungen der Tafel mit dort mitarbeitenden Flüchtlingen aus Syrien. Seine Anregung: Der Arbeitskreis könnte für Flüchtlinge gespendete, reparaturbedürftige Fahrräder in die Delme-Werkstatt bringen. In deren Fahrradwerkstatt könnten dann Flüchtlinge unter Anleitung mithelfen, die Drahtesel wieder instand zu setzen. Bergmann: „Integrieren kann man am allerbesten über Arbeit.“

Bei Betriebsleiter Martens stießen solche Gedanken auf Zustimmung. Auch in der Wäscherei seines Hauses, so sagte er auf Nachfrage von Hermann Abeln, sei eine Mithilfe durch Flüchtlinge durchaus sinnvoll – zumal die Wäscherei auch für die Wäsche aus der Notunterkunft in der Turnhalle Habbrügger Weg zuständig ist.

Das Ergebnis des Gespräches: Die Delme-Werkstätten wollen zwei Praktikantenstellen in ihrer Fahrradwerkstatt, zwei bis drei Stellen in der Wäscherei sowie eine Stelle im Gärtnereibereich bereitstellen. Martens will obendrein prüfen, ob auch ein Einsatz in der Küche (wo Schulungen gefordert werden) möglich wäre.

Bei der Umsetzung ihrer Pläne wollen die Beteiligten aufs Gaspedal drücken: Am Dienstag, 15. September, will Sandra Baba mit Flüchtlingen zu einem Informationsbesuch in die Delme-Werkstätten kommen, am 16. September sollen die ersten Praktikanten loslegen.

Hermann Abeln wies bei dem Besuch auch auf ein anderes Thema hin – die räumlichen Voraussetzungen für die Delme-Werkstätten. Eine Erweiterung in Richtung Köhlerwiese sei „unbedingt sinnvoll“.  Der Arbeitskreis Flüchtlinge sucht weitere Fahrräder. Kontakt: Tel. 0171/771 76 95 (Fritz-Werner Bergmann).

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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