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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Historisches: Wertvolles Kleinod der Huder Geschichte

11.12.2014

Hude „Hochbetrieb statt Dornröschenschlaf in Hudes guter Stube“, so beschreibt Greta von Witzleben von der Gutsverwaltung die Herbst- und Winterzeit im Landschaftspark beim Huder Kloster. „Der Erhalt der Parkanlage ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung für die Gutsverwaltung. 30 Trekkeranhänger mit Laub und Berge von abgestorbenen Ästen wurden abgefahren, verstopfte Teichzuleitungen und verschlammte Teichränder sind ein wiederkehrendes Problem“, sagt Greta von Witzleben.

Mit Hilfe der Huder Firma Tönjes Tiefbau habe erst vorletzte Woche eine verstopfte Zuleitung zum Teich wieder freigelegt werden können.

Der 12 Hektar große Landschaftspark der Familie von Witzleben sei ein sehr wertvolles geschichtliches Kleinod. Ein norddeutsches Beispiel für englische Gartenkunst. Seine großen Vorbilder seien der Lütetsburger oder der Oldenburger Schlosspark, weiß Greta von Witzleben zu berichten.

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Über viele Epochen hinweg ist der Landschaftspark derer von Witzleben gestaltet worden. „Der Ursprung liegt in der Ortswahl der Zisterziensermönche. Diese suchten sich den Wald mit seiner ,großen Einsamkeit’ aus, welche dem Orden so wichtig war, damit sich die Mönche gänzlich auf ihren Glauben konzentrieren konnten“, erinnert Greta von Witzleben an die Anfänge.

Außerdem habe das autarke Klosterleben die Mönche seinerzeit dazu gezwungen, sich einen Standort am Wasser zu suchen, um eine effektive Eigenbewirtschaftung zu gewährleisten. Zudem sollte der Ort landschaftlich schön gelegen sein und einen Knotenpunkt zwischen vorhandenen Handelsrouten bilden.

„Viele dieser Kriterien lassen sich auch noch heute in der Gutsanlage wiederfinden. So zum Beispiel der Wasserlauf, die Teiche zur Fischzucht, der tonhaltige Boden zur Ziegelherstellung sowie die Waldflächen“, stellt Greta von Witzleben fest.

Das Huder Zisterzienserkloster wurde Mitte des 16. Jahrhunderts, zur Zeit der Reformation, aufgelöst und zum Abbruch freigegeben. 1687 erwarb Kurt Veit von Witzleben vom dänischen König Christian V. die Reste der Klosteranlage.

Verfall gestoppt

Von Witzlebens stoppten den Verfall der Klosterruine und trieben die Entwicklung der Parkanlage mit Hilfe von großen norddeutschen Gartenarchitekten maßgeblich voran. Große Einbußen im Gelände mussten später durch Straßen- und Eisenbahnbau hingenommen werden. Als Folge des Zweiten Weltkriegs gab es Schäden.

Im Jahr 1999 förderte die Stiftung für „Historische Gärten“ die Sanierung des Parks mit großzügigen Zuschüssen. Dank dieser Finanzierung konnten im ersten Abschnitt historische Freiräume und Blickachsen wiederhergestellt werden. Im Jahr 2009 folgten fachlich dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt der Parkanlage. Durch diese Maßnahmen konnte der Park wieder zu seiner ursprünglichen Blüte gelangen.

Greta von Witzleben dazu: „Die Schönheit des Parks zeigt sich vor allem in den schlängelnden Wegen, glitzernden Teichen, grünen Wiesen, majestätischen Baumgruppen und uralten Waldbezirken. Zudem eröffnen Blickachsen und Alleen dem Besucher die Weite der Landschaft.“

Der „Gang“ durch den Huder Park sei in vielerlei Hinsicht traditionsbehaftet, weiß die Vertreterin der Gutsverwaltung. So marschiere jedes Jahr der Huder Schützenverein, der 1897 gegründet worden sei, mit seinem Schützenumzug durch den extra geöffneten Park. Dieser Festzug werde von der winkenden Familie empfangen und genieße seine Rast in der Klosterschänke.

Die Freunde des Klosters Hude führen Schulgruppen durch den Park und lassen die Kinder die 700-jährige Linde vor dem Herrenhaus umfassen.

Beliebte Führungen

Zugänglich ist der Park auch für andere Besuchergruppen nur im Zuge von Führungen, dazu gehören zum Beispiel die immer wieder sehr gut angenommenen Führungen bei den „Huder Gartenerlebnissen“.

Bei diesen Führungen werde „ein Stück Heimatgeschichte hautnah erlebbar gemacht“, meint Greta von Witzleben.

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Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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