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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wichtiger Knoten im Leitungsnetz

11.03.2015

Bergedorf Die Leitungen des Gasnetz-Betreibers Gasunie Deutschland reichen von der holländischen Grenze bis Berlin, von Flensburg bis Bielefeld, es gibt mehrere Verzweigungen und eine große Kreuzung – die befindet sich: in Bergedorf. „Das ist hier sozusagen der Netzmittelpunkt von Gasunie“, sagte am Montagabend Dr. Philipp von Bergmann-Korn, „ein ganz wichtiger Knoten für uns“.

Von Bergmann-Korn, in der Geschäftsführung des Netzbetreibers für die Unternehmenskommunikation zuständig, hatte am Montagabend rund 50 interessierte Zuhörer im Bergedorfer Feuerwehrhaus. Eingeladen hatte ihn die Dorfgemeinschaft. Die Verteiler- und Messstation der Gasunie, die früher von Exxon Mobil betrieben wurde, prägt zwar seit Jahrzehnten das Ortsbild im Süden Bergedorfs, „aber ich weiß von dieser Firma nicht viel“, gestand Dorfgemeinschafts-Vorsitzender Friedhard Johannes – und nicht nur er hatte Informationsbedarf.

Der Gast aus der Deutschland-Zentrale von Gasunie in Hannover füllte diese Wissenslücke am Montagabend mit vielen Fakten und Erläuterungen zu Netzen, Strukturen und Perspektiven des Gasgeschäfts. Der Markt sei derzeit im Umbruch, erklärte von Bergmann-Korn – wirtschaftlich wie technisch. Erdgas als „umweltverträglichste fossile Energie“ sei dank moderner Netze jederzeit verfügbar und werde auch künftig neben den Erneuerbaren Energien eine große Rolle spielen. Die Förderung innerhalb Deutschlands werde aber zugunsten von Importen, vor allem aus Russland, zurückgehen. Bei den Preisen für Kauf, Verkauf und Transport gebe es viel Bewegung – langfristige Verträge wie früher seien heute selten.

Station ist unbemannt

Die Station in Bergedorf, die unbemannt ist und von Schneiderkrug aus gesteuert wird, habe große Bedeutung für die Verteilung des Gases, aber auch für Messzwecke und die Umwandlung auf andere Transportstufen, betonte der Experte. Bis zu 3,5 Millionen Kubikmeter Gas pro Stunde würden über den Knoten in Bergedorf bewegt. Sowohl L-Gas mit niedrigem als auch H-Gas mit hohem Brennwert könne von hier verteilt werden. „Das ist schon eine kleine Drehscheibe“, so von Bergmann-Korn, auch importiertes Gas aus Norwegen und den Niederlanden fließe durch die Bergedorfer Röhren.

Wie groß ist die Gefahr bei Unfällen oder Anschlägen? Entsprechende Fragen aus dem Publikum konterte der Referent mit dem Hinweis auf die „hohe Sicherheitskultur“ bei Gasunie. Gleichwohl habe man es mit einem „grundsätzlich riskanten Stoff“ zu tun – passieren könne immer etwas, so wie im vergangenen Jahr in Ludwigshafen. Schwere Explosionen oder größere Brände könnten aber durch den computergesteuerten Einsatz von Schiebern verhindert werden.

Keine Bauvorhaben

Auch eine weitere Sorge der Bergedorfer konnte der Gasunie-Vertreter mit einem Satz zerstreuen: „Wir planen im Moment nicht, hier neue Leitungen zu bauen.“

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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