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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wohnberatung: Wie Senioren den Stolperfallen entgehen

21.05.2012

GANDERKESEE Ältere Menschen haben viele unterschiedliche Wünsche, aber einer ist allen gemeinsam: Sie möchten selbstständig und selbstbestimmt leben. Mehr als 90 Prozent der Bundesbürger im Rentenalter lebten unverändert in ihren angestammten Häusern beziehungsweise Wohnungen, berichtete Vera Vollmer, Leiterin des Seniorenservicebüros, auf einer Veranstaltung in den Räumen der regioVHS im Alten Rathaus. Das Büro, das vom Landkreis im Rahmen eines Modellprojektes getragen wird, will dazu beitragen, dass Senioren möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden bleiben können – sofern sie es denn wollen. Wichtige Hilfestellung leisten ehrenamtliche Wohnberater, die das Servicebüro auf Wunsch vermittelt. „Das Angebot ist kostenlos“, warb Vera Vollmer dafür, nicht lange zu zögern und die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.

Manche kleinen Hindernisse im Haushalt, die früher kein Problem darstellten, werden im Alter zur Hürde. Da geht es um beispielsweise um Türschwellen, fehlende Handläufe an der Außentreppe oder eine Duschwanne, deren Einstieg viel zu hoch ist. „Manchmal reicht es, die Wohnung umzumöblieren und Stolperfallen zu beseitigen“, weiß der dienstälteste Wohnberater im Landkreis, Günther Wandscher. Aber häufig ist ein Umbau angezeigt. Rund 40 Maßnahmen mit einem Volumen von etwa 200 000 Euro hat er in den letzten dreieinhalb Jahren begleitet – von der Planung über die Suche nach geeigneten Handwerkern bis hin zur Bauüberwachung und Klärung der Finanzierung.

Wer von der Pflegekasse als pflegebedürftig anerkannt worden ist, kann einen Zuschuss von bis zu 2557 Euro in Anspruch nehmen. Mit dieser Summe lasse sich schon einiges bewegen, wenn nicht besonderer Wert auf exklusive Ausführung gelegt werde, resümierte der Experte. Viele nützliche Hilfsmittel, beispielsweise einen Extra-Griff an der Terrassentür, könne der Hausarzt verschreiben. „Aber die wenigsten Ärzte wissen das.“ Die Kassen würden bei der Finanzierung in der Regel keine Probleme machen, berichtete Wandscher. Denn die Alternative, der Umzug in ein Pflegeheim, würde monatlich etwa 2000 Euro mehr kosten.

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Ob Umbau in den eigenen vier Wänden oder die Suche nach alternativen Wohnformen: In jedem Fall sei eine gute Vorbereitung wichtig, erklärte Vera Vollmer. Wer sein angestammtes Umfeld verlassen wolle, sollte sich umfassend über die Angebote informieren. Die Palette reicht vom Service-Wohnen mit Betreuung über selbst organisierte Wohnprojekte, die im ländlichen Raum allerdings noch selten sind, und betreute Pflegewohngemeinschaften bis hin zu Seniorenwohnheimen, deren Ausrichtung ebenfalls sehr unterschiedlich sein kann. Auch in diesem Fall stehen die Wohnberater mit Rat und Tat zur Seite. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann sich jederzeit beim Seniorenservicebüro (Telefon 04407/73143) melden.

Nach Abschluss der jüngsten Ausbildungsrunde stellt Ganderkesee mit Hans Brandt, Erika und Uwe Lisson, Rüdiger Laudien und Jürgen Lüdtke fünf der sieben ehrenamtlichen Wohnberater im Landkreis.

Wolfgang Loest Redaktionsleitung / Redaktion Ganderkesee
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