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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Grünes Licht für die gelbe Tonne

29.08.2018

Wildeshausen Das Votum fiel eindeutig aus: Einstimmig hat sich der Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschuss des Landkreises Oldenburg am Dienstagabend für die Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzepts ausgesprochen. Ein zentraler Punkt: die Einführung einer gelben Tonne. Bislang wird der Verpackungsmüll in gelben Säcken gesammelt. Bei einer Umfrage der Kreisverwaltung hatten sich 62 Prozent der Befragten (wie berichtet) für die gelbe Tonne ausgesprochen.

Abfallberater Tobias Bruns stellte im Ausschuss das Ergebnis der Umfrage vor: Es gingen 7103 Stimmen ein. Das entspricht einer Quote von zwölf Prozent der Haushalte. „Eine gute Zahl“, fand Bruns, zumal die Abstimmung während der Sommerzeit stattfand. Die gelbe Tonne soll vierwöchentlich abgefahren werden – und zwar in 240-Liter- oder 1100-Liter-Behältern. Die zweiwöchige Leerung habe deshalb nicht zur Wahl gestanden, weil es unklar sei, ob dieses Intervall in den Verhandlungen mit dem Dualen System erreicht werden könne, erklärte Bruns.

Berater Dr. Christoph Tiebel von der Hamburger Atus GmbH wies darauf hin, dass es sich bei der Abfuhr des Verpackungsmülls um ein System der Privatwirtschaft handele, das nicht über die Müllgebühren finanziert werde.

„Der Bürger will die gelbe Tonne, also soll er sie bekommen“, so die SPD-Kreistagsabgeordnete Andrea Oefler. Ähnlich sahen es Dr. Reinhold Schütte, Johannes Hiltner (beide Grüne) und Wilfried Siems (CDU). Eine zweiwöchige Abfuhr wünschte sich Michael Feiner (FDP). Schütte und Patrick Scheelje (AfD) regten an, die Möglichkeit zu schaffen, dass zusätzlich gelbe Säcke geordert werden können, falls der Platz in der Tonne nicht ausreiche. Dr. Heike Burghardt (SPD) wies darauf hin, dass die Müllabfuhr „hauptsächlich Luft“ transportiere. Die Bürger sollten darüber nachdenken, ob sie die Tetrapaks und anderen Verpackungsmüll nicht öfter zusammendrücken.

Arnold Hansen (Freie Wähler) kündigte an, der Empfehlung der Verwaltung nicht zustimmen zu wollen. 88 Prozent der Haushalte hätten nicht an der Umfrage teilgenommen. Er lehne die Einführung der gelben Tonne ab.

Landrat Carsten Harings beantragte nach dem Ende der Diskussion eine Sitzungsunterbrechung. Nach zehnminütiger Pause legte die Verwaltung eine geänderte Beschlussempfehlung vor. Danach soll die Abfuhr von „Leichtverpackungen“ aus privaten Haushalten in gelben Behältern erfolgen – vermutlich frühestens ab dem Jahr 2021. Die Verwaltung soll beauftragt werden, in den Verhandlungen mit dem Dualen System (DSD) „einen möglichst kurzen Turnus herbeizuführen oder zumindest eine Lösung für das Thema Übermengen zu finden“. Dem Vorschlag stimmte der Ausschuss unisono zu; lediglich Hansen enthielt sich der Stimme.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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