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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Gute Aussichten für Azubis

23.07.2019

Wildeshausen Das 35 Personen umfassende Team des Wildeshauser Amtsgerichts wird ab 1. September um zwei Mitarbeiter verstärkt: Das Gericht wird zur Ausbildungsstätte. Diese und weitere Themen sind am Montag mit Dr. Stefan von der Beck auf den Tisch gekommen. Der Staatssekretär des Niedersächsischen Justizministeriums besuchte das Amtsgericht, um sich dort mit den Mitarbeitern auszutauschen.

„Situation ist gut“

Zwei angehende Justizfachwirte werden ab September an dem Standort an der Delmenhorster Straße ausgebildet. „Die Situation im mittleren Dienst ist gut“, betonte von der Beck. Unter anderem der Bereich Service und Abrechnungen fällt unter den mittleren Dienst. Mit Imagekampagnen und einem präsenteren Auftreten in sozialen Netzwerken wolle man noch stärker auf die Berufe aufmerksam machen.

Überhaupt gelte: „Die Stellen müssen intelligent und kreativ eingesetzt werden.“ Voraussichtlich würden der Justiz in Niedersachsen in den nächsten drei Jahren 15 Millionen Euro fehlen, da die finanzielle Situation zurzeit „nicht so erfreulich“ sei. Dagegen sei von der Regierung geplant, Sonderzahlungen für Beamte und Angestellte des Landes sowie Zusatzzahlungen für Lehrer einzuführen. Beides koste in drei Jahren 60 Millionen Euro. Zur Personalsituation konnte von der Beck berichten: 25 Wachtmeisterstellen seien in 2019 in Niedersachsen geschaffen worden, 2020 sollen 28 weitere zusätzliche Stellen folgen. 880 Stellen gebe es in Niedersachsen insgesamt.

Profitieren soll davon die Region mit einem vierköpfigen Einsatzteam, das laut Amtsgerichtsdirektorin Sabine Plate-Greupner in naher Zukunft – es könne sich nur noch um Tage oder Wochen handeln – gebildet wird. Zur verstärkten Kontrolle wird das Team im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg eingesetzt. In Osnabrück ist dieses Konzept zum 1. Juli eingeführt worden. Eine zusätzliche Einsatzreserve soll bei besonders schweren Fällen ausrücken. Womit Plate-Greupner und von der Beck beim nächsten großen Thema ankamen: Sicherheit.

Stärkere Bedrohung

„Wir müssen mehr Sicherheit schaffen – wir nehmen wahr, dass die Bedrohungslage für die Justiz gestiegen ist“, so der Staatssekretär. Er habe das Gefühl, dass der Respekt vor dem Staat sinke, „Amtsträger werden beleidigt“. Auch deshalb sei es wichtig, dass in Gerichtssälen, so wie es in Wildeshausen bereits der Fall ist, die Niedersächsischen Landeswappen an der Wand hingen. Das solle Respekt vermitteln.

Respekteinflößender könnte nach Ansicht Plate-­Greu­­p­ners auch der Gerichtssaal für Familienverhandlungen gestaltet sein. In der Tat fällt auf dem ersten Blick nicht auf, dass es sich bei dem Raum mit gewöhnlichen Tischen und Stühlen um einen Gerichtssaal handelt. Bei einer Verhandlung solle es „nicht aussehen wie bei einem Elternabend“, findet auch Staatssekretär von der Beck.

Bauliche Maßnahmen sehe das Land vor, um die Gerichtsgebäude sicherer zu machen: In Wildeshausen wird der Anfang mit der Umgestaltung der Wachtmeisterei gemacht. Die moderneren Möbel sollen künftig anders platziert werden. Die Mittel für die Umgestaltung sind bewilligt – aber Plate-Greupner hat noch weitere Maßnahmen auf ihrer Wunschliste.

Struktur bleibt

Geht es nach der Amtsgerichtsdirektorin, könnte das Gerichtsgebäude mit E-Ladestationen auf den Parkplätzen und Photovoltaikanlagen auf dem Dach „noch grüner“ sowie mit sich automatisch öffnenden Türen noch barrierefreier werden.

Zur Aufgabenverteilung äußerte sich von der Beck, der einst am Oberlandesgericht Oldenburg tätig war, übrigens auch: „Weitere Gerichtszuständigkeiten wird es für Wildeshausen nicht geben. Wir erhalten unsere Struktur so, wie sie ist.“ Zur Erinnerung: In der Gemeinde Hatten gibt es seit mehreren Jahren die Forderung, die Amtsgerichtszuständigkeit von Oldenburg nach Wildeshausen zu verlagern.

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Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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