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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Garten soll noch weiter wachsen

18.10.2019

Wildeshausen Besondere Lieblingsbäume? Dr. Volker Kuhlmann, an diesem verregneten Vormittag mit Hut und Regenjacke ausgestattet, blickt sich um. „Jeder Baum ist besonders.“ Für ein Foto würde sich aber auch der Lageplan des Arboretums eignen, findet er: Er steht seit Errichtung zwischen den Bäumen und zeigt, wo was gepflanzt werden sollte. Die ersten Bepflanzungen sind vor 20 Jahren erfolgt. Vor 21 Jahren wurde das Arboretum angelegt.

Angefangen in Hölingen

„Ich war der Meinung, dass wir etwas für die Umwelt tun sollten.“ In Dötlingen sei er naturverbunden aufgewachsen, seine Eltern hätten ihm viel Fachwissen vermittelt. Ende der 80er-Jahre legte er mit dem Rotary-Club Wildeshausen, dessen Gründungsmitglied er ist, ein Feuchtbiotop in Hölingen an. Bis heute betreuen die Mitglieder die Fläche.

Für Wildeshausen hatte Kuhlmann aber noch Pläne: mithilfe eines Arboretums bei Menschen das Interesse für „die großartige Vielfalt und imposante Schönheit“ von Bäumen zu wecken.

Seine Idee wurde umgesetzt: 1998 folgte der Gestattungsvertrag mit der Stadt Wildeshausen. Auf einer Ausgleichsfläche für das Baugebiet Lehmkuhlenweg wurde es dem Rotary-Club gestattet, ein Arboretum anzulegen. 1999 folgten die ersten Bäume. „Als erstes haben wir eine Lindenzeile gepflanzt“, erzählt Kuhlmann. Sechs Linden seien es gewesen.

Mit dem Gestattungsvertrag ist eine Bedingung verknüpft: „Wir müssen uns um die Fläche kümmern.“ Und das machen er und weitere Mitglieder regelmäßig. Der gut ein Kilometer lange Wanderweg, der an den Waldlehrpfad des Lehmkuhlenwegs angeschlossen ist, müsse alle 14 Tage gemäht werden. „Mittlerweile habe ich einen Rasenmähtraktor.“ Gemeinsam mit Hermann Lessel übernimmt er die Arbeit. „Es dauert gut vier Stunden“, schätzt der Wildeshauser.

Mittlerweile zählt das Arboretum circa 120 Großbäume und 3000 Sträucher. Die Bäume sind zum Teil durch Clubmittel, zum Teil durch Spenden angeschafft worden.

Vor sieben Jahren kamen zwölf Sitzbänke hinzu – gespendet vom Rotary-Club –, die gepflegt werden müssen. Die jung angepflanzten Bäume, darunter ein Maulbeerbaum, den die NWZ Anfang Oktober anlässlich des Einheitsbuddelns gepflanzt hat, müssen besonders gepflegt werden.

Müll beseitigen

Die Liste der Aufgaben geht noch weiter. Regelmäßig müssen Kuhlmann und weitere Helfer den Besucherparkplatz mit Sitzgruppe, der 2014 angelegt wurde, von Müll befreien: Autoreifen haben schon beseitigt werden müssen, Flachbildschirme, Fast-Food-Verpackungen, sogar ein toter Hund in einer Plastiktüte habe mal entfernt werden müssen. In Rage redet sich Kuhlmann dabei aber keineswegs: Es wirkt eher so, als habe sich der Gründer des Arboretums damit arrangiert. Die Schutzhütte werde ab und zu zudem besprüht. Immerhin werde die Streuobstwiese pfleglich behandelt. „Dort ist in diesem Jahr viel geerntet worden“, freut er sich.

3,5 Hektar misst die gesamte Fläche des Arboretums. „Trotzdem viel zu klein“, sagt Kuhlmann. Die Bäume stünden zu dicht beieinander. In die Quere kämen sie sich aber nicht: Über die Wurzeln würden sie miteinander kommunizieren, erklärt er.

Ein paar nennenswerte Bäume fallen ihm beim Rundgang dann aber doch auf – an jeder Baumpflanzung war er im Übrigen beteiligt: der Tulpenbaum, mit der schönen Herbstfärbung oder die Linde, die der Rotary-Partnerclub aus dem niederländischen Franeker zum 25-jährigen Bestehen der Wildeshauser Rotarier 2012 überreicht hat.

Weitere Pläne hat Kuhlmann noch: Unter anderem weitere Informationsschilder wünscht er sich, eine Infotafel für Besucher auf dem Parkplatz, ein Feuchtgebiet zum Schutz von Molchen, auch ein Fledermausbunker wäre für ihn denkbar. Zeit dafür bleibt den Rotariern jedenfalls noch: Der Gestattungsvertrag läuft bis 31. Dezember 2041.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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