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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Für Gleise und Kultur eingesetzt

04.05.2019

Wildeshausen Mit welcher Ausrede er von seiner Frau Maria Anna am Freitagmorgen in das Wildeshauser Stadthaus gelockt worden ist, wollte Werner Stommel nicht verraten. Zu abwegig sei die Ausrede gewesen. Den wahren Grund für den Besuch bei Bürgermeister Jens Kuraschinski wollte die Ehefrau bis zur letzten Sekunde aber nicht verraten: Werner Stommel wurde für sein ehrenamtliches Engagement mit Medaille und Urkunde der Stadt ausgezeichnet.

Überraschung gelungen

„Die Überraschung ist gelungen“, sagte er, während er im „auserwählten Kreis“, wie Kuraschinski beschrieb, die Ehrung entgegennahm. Unter den Anwesenden war auch Ehrenbürger Manfred Rollié, der Stommel für die Auszeichnungen vorgeschlagen hatte. „Ich freue mich – und ihr könnt davon ausgehen, dass ich vorerst noch etwas tue.“

Was er bisher getan hatte, zählte Kuraschinski in seiner Rede auf: Als erstes nannte er Stommels Einsatz für den Erhalt der Bundesbahnstrecke. In den 1980er-Jahren wollte die Deutsche Bundesbahn die die Strecke Delmenhorst-Hesepe für den Personenverkehr stilllegen. Als Gründungsmitglied und Leiter der Pro Bahn Geschäftsstelle Wildeshausen ging Stommel dagegen vor: Er verhandelte mit Vertretern der Bundesbahn, des Wirtschaftsministeriums und der Kommunen. Der Einsatz lohnte sich: Im November 2000 nahm die Nordwest-Bahn den Betrieb auf. „Man sprach auch damals vom ,Stommel-Express’“, erinnerte sich Bürgermeister Kuraschinski mit einem Schmunzeln.

„Viele Jahre“ war Stommel als Lehrer für Musik und Geschichte am Gymnasium Wildeshausen tätig, fuhr Kuraschinski fort. Mehrere Jahre hatte er dort die Leitung des Reinckenorchesters inne gehabt, das aus Schülern des Wildeshauser Gymnasiums, Ehemaligen und Eltern bestand.

Schließlich ging Kuraschinski auf die Kulturarbeit ein: Stommel ist nicht nur Gründungsmitglied des Kulturkreises Wildeshausen, sondern seit mehr als 20 Jahren Vorsitzender. Stommel habe mehr als 200 Veranstaltungen organisiert, darunter Lesungen, Veranstaltungen für den Kinderkulturkreis und Konzerte. Er fördere nicht nur verschiedene Künstler, sondern bündele Gruppen wie die „Jazzfreunde Wildeshausen“, den Präventionsrat oder die Diakonie Himmelsthür, so Kuraschinski – auch zur Feier „750 Jahre Stadtrecht“ in 2020 sei der Einsatz von Werner Stommel zu erwarten.

Überwältigende Mehrheit

Diese Leistungen hätten dazu geführt, dass die Jury mit „überwältigender Mehrheit“ für seine Auszeichnung gestimmt habe, erklärte der Bürgermeister. „Machen Sie weiter so.“ Dank mit Blumen galt auch Stommels Frau Maria Anna: „Danke für Ihre Unterstützung.“

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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