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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bald Abrissbagger in Zwischenbrücken

26.02.2018

Wildeshausen Grünes Licht für den Abriss der ehemaligen Gaststätte „Zum Alten Wittekind“ in Zwischenbrücken hat der Wildeshauser Bauausschuss jetzt bei zwei Gegenstimmen der UWG gegeben. Investor Helmut Rang plant auf dem Grundstück die Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern (die NWZ berichtete). An der Frage, ob der nicht unter Denkmalschutz stehende „Alte Wittekind“ ortsbildprägend und damit schützenswert ist, schieden sich im Vorfeld der Entscheidung die Geister. Hermann Hitz und Heiner Spille (beide UWG) sowie Karl Schulze Temming-Hanhoff sahen das jedenfalls so. Deshalb, so Hitz, solle die Verwaltung noch mal in die Prüfung gehen und den Antrag erneut vorlegen, denn sonst habe er den Eindruck, „dass dort alles gemacht wird, was der Investor will“.

Bürgermeister Jens Kuraschinski machte im Gegenzug deutlich, dass die Stadt in der Frage der Abrissgenehmigung gesetzliche Fristen einhalten müsse, und riet deshalb von einer Verschiebung ab.

Keinen ortsbildprägenden Charakter des seit längerem leerstehenden Gebäudes sahen die Verwaltung sowie Architektin Imke Hillmann, die für den geplanten Neubau verantwortlich zeichnet. An dem roten Anstrich vor einigen Jahren habe ja auch niemand Anstoß genommen.

Der Ausschuss legte somit gegen den Abriss kein Veto ein. Es soll aber auf Wunsch des CDU-Vorsitzenden Wolfgang Sasse gewährleistet werden, dass die Abrissfahrzeuge nicht die Holzbrücke im rückwärtigen Bereich nutzen.

Im Zusammenhang mit der Abrissgenehmigung empfahlen die Politiker auch die Einstellung der geplanten Änderung des Bebauungsplans „Stadtmitte (Zwischenbrücken)“. Hintergrund für die Ende 2016 beantragte Planänderung war, dass in dem Bauplan eine rückwärtige Erschließungsstraße eingezeichnet ist, die die Anlieger nicht möchten, weil sie ihnen Bauflächen nimmt.

Sie verwiesen seinerzeit darauf, dass die notwendige Erschließung im südlichen Teil von Zwischenbrücken wie bisher über die Straße „An der Hunte“ und angrenzende Privatflächen erfolgen könne. Kritiker hielten dem jedoch entgegen, dass der Bereich mitten im Überschwemmungsgebiet liege, und zum Beispiel bei Hochwasser eine Erreichbarkeit der Häuser durch die Feuerwehr nicht gewährleistet sei. Diese Bedenken, die auch in der Bürgerbeteiligung zum Ausdruck kamen, bewogen die Anlieger schließlich dazu, ihren Antrag zurückzuziehen.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Neubauvorhaben bleibt die Erschließung jedoch ein heißes Eisen, das nicht nur Stephan Dieckmann (SPD) „Bauchschmerzen“ bereitet. Mit seinem Anliegen, „das Hochwasserproblem zu lösen und den B-Plan jetzt anzupacken“, konnte Hitz sich jedoch nicht durchsetzen.

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Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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