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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schöner Wohnen auf früherem Kasernengelände in Wildeshausen

01.09.2018

Wildeshausen Zwitschernde Vögel, plätscherndes Wasser, das Rascheln der Blätter in den Bäumen: Das exklusive Wohngelände Spascher Sand ist ein Ort der Ruhe. „Eine Umgebung, in der man entschleunigen kann“, sagt Ingo Stritter, Geschäftsführer der Spascher Sand Immobilien GmbH. Die Entwicklung auf dem Gebiet der einstigen Wittekind-Kaserne sei überaus positiv. „Spascher Sand erweist sich als Bereicherung für Wildeshausen“, sagt der 46-jährige Manager.

Das war vor gut fünf Jahren anders: Konzepte mussten überdacht und angepasst und ein ganzes Kasernengelände umgekrempelt werden. „Wir haben damals von A bis Z alles angepackt“, erinnert sich Stritter. Von den internen Abläufen bis hin zum Marketing beleuchtete das Team der Spascher Sand Immobilien GmbH das Projekt aus vielen Perspektiven. Stück für Stück kam das Unternehmen, unabhängig von der Privatschule, ans Laufen.

„Gelände aufräumen“

Insgesamt 21 Millionen Euro wurden nach eigenen Angaben bereits investiert, um die frühere Wittekind-Kaserne in einen hochwertigen Stadtteil zu verwandeln. Sogar ein großer Bagger wurde gekauft, um Stein- wie Betonwände zu brechen oder Straßen und Wege zu modellieren. Die Reste der alten Soldatenunterkünfte werden vor Ort gebrochen. Das Material wird zum Teil für den Straßenbau eingesetzt oder auf dem freien Markt angeboten. Alle Gebäude sind mittlerweile dem Erdboden gleich gemacht – mit Ausnahme eines zentralen Hauses, der Mensa. Dort soll zu einem späteren Zeitpunkt die Zentrale der Immobilien GmbH eingerichtet werden, die jetzt noch im Musterhaus residiert.

„Wir wollen das Gelände komplett aufräumen“, sagt Stritter. Lediglich sechs Luftschutzbunker sowie die sechs Keller der Soldatenunterkünfte stecken noch im Sand. Sie werden ebenso gebrochen wie die Reste der alten Panzerstraße. Auf dem über 20 Hektar großen Areal von Spascher Sand ziehen sich geschwungene Straße wie ein Fluss durchs Gelände und betonen so die Individualität der Grundstücke.

Mittlerweile seien 72 Prozent der verfügbaren Grundstücke – insgesamt 56 Parzellen – verkauft worden. „Davon sind 85 Prozent bebaut“, erläutert Stritter. Das sei „sehr beachtlich“, zumal die Entwicklung bis Anfang 2014 aufgrund verschiedener Faktoren stagniert habe.

Aus Städten wie Frankfurt/Main, München oder gar Kapstadt kommen die Häuslebauer nach Spasche. Gerade erst habe eine Familie, die aus Kanada nach Deutschland zurückkommt, ein Grundstück erworben. Aber auch viele Wildeshauser, darunter junge Familien, haben in dem unverwechselbaren Wohngebiet ein neues Zuhause gefunden. Manager Stritter zeigt sich begeistert, dass auch Firmenchefs aufs Gelände ziehen – und ihre unternehmerischen Aktivitäten dann in die Kreisstadt verlegen.

Zum guten Abverkauf auf dem Gelände trägt wohl aber auch die Anpassung des Gestaltungskonzeptes bei. Waren am Anfang lediglich sieben Farben – meistens Grautöne – und fünf Klinkersorten gestattet, können die Bauherren heute allein zwischen 19 Verblendern wählen. Auch fürs Dach gibt es zwei Farbvarianten. Jeder kann mit einem Handwerker seiner Wahl bauen. Das harmonische Konzept, verbunden mit handverlesenen Materialien, bleibt im Kern aber unangetastet.

„Nachhaltiger Weg“

Nun folgt ein weiterer Schritt in der Entwicklung des früheren Kasernengeländes: Das ursprünglich als Misch- und Sondergebiet ausgewiesene Areal südöstlich der Dr.-Pickart-Straße soll in ein Wohngebiet umgewandelt werden. Für Sondergebiete wie „Marktplatz mit Einzelhandelsunterstützung“ oder „Bildung und Gesundheit“ bestehe kein Bedarf mehr, erklären die Verantwortlichen um Investor Wolfgang Rixen. Die benachbarte Privatschule habe sich in eine andere Richtung – ohne Internat – entwickelt. Auch eine universitäre Entwicklung zeichne sich nicht ab. Allein das Sondergebiet „Sport und Wellness“ rund um die Turnhalle soll bestehen bleiben. Die Änderung des Bebauungsplans ist Thema der städtischen Gremien.

In dem neuen Bereich sollen 47 Parzellen für Einfamilien- und Doppelhäuser erschlossen werden. „Wir schaffen eine komplett neue Infrastruktur“, sagt Stritter. Das neue Baugebiet soll nicht so aufwendig gestaltet werden wie das benachbarte Gelände. Auf einen Teich oder Poller an den Zufahrten will die Immobilien-GmbH verzichten. Gleichwohl werde sich das Gestaltungskonzept am exklusiven Wohngebiet orientieren. Man wolle ein möglichst einheitliches Bild schaffen.

Stritter versteht das neue Baugebiet als Bereicherung für Wildeshausen. Die Baukapazitäten seien an vielen Stellen erschöpft. Die Vergabe der 600 bis 1200 Quadratmeter großen Grundstücke soll nicht nach einem Punktesystem oder dergleichen erfolgen, sondern lediglich über den Verkaufspreis. Auf die Käufer kommen aus heutiger Sicht voraussichtlich Grundstückskosten von 170 bis 200 Euro pro Quadratmeter zu. Das Interesse sei bereits groß. Die potenziellen Käufer müssten sich aber noch gedulden. Stritter: „Wir wollen erst den Bebauungsplan auf den Weg bringen.“

Ergänzend zu dem Baugebiet soll es im Südwesten ein Mischgebiet für moderne Dienstleister geben. Die Software-Schmiede Hoffrogge GmbH, die sich erst kürzlich erweitert hat, gilt dort als „Leuchtturm-Projekt“. Dies passe zu dem „nachhaltigen Weg“, den die Spascher Sand Immobilien GmbH beschreiten will. Ohne neue Firmen gebe es – ganz im Sinne der Nachbarn – schließlich keinen Anstieg des Verkehrs.

Exklusiv ja, elitär nein: „Wir wollen kein Satellit der Stadt sein“, betont Stritter. Wörter wie „Lebensqualität“ und „Traumgrundstück“ beschrieben Spascher Sand besser.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701
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