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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Jeder Zweite ist übergewichtig

03.04.2019

Wildeshausen Der Anteil von zu dicken Erwachsenen im Landkreis Oldenburg lag im Jahr 2017 bei 55,9 Prozent. Das geht aus der Mikrozensusbefragung 2017 des Landesamtes für Statistik hervor.

Wie die Krankenkasse IKK classic mitteilt, entspricht dies einer Steigerung von 0,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2009. Damit liegt der Kreis über dem Landesschnitt – in Niedersachsen sind 53,6 Prozent mindestens übergewichtig. Am meisten auf die Waage bringt der Landkreis Holzminden mit 65,2 Prozent. Den geringsten Wert verzeichnet die Landeshauptstadt Hannover mit 44,4 Prozent.

Jeder siebte adipös

Von den 55,9 Prozent galten 38,7 Prozent als übergewichtig. 17,2 Prozent hatten mit ihrem Gewicht die Grenze überschritten, ab der die Weltgesundheitsorganisation von Fettleibigkeit oder Adipositas spricht. Somit brachten 44,1 Prozent der erwachsenen Einwohner im Landkreis ein Gewicht auf die Waage, das nach dem Body Mass Index (BMI) im Idealverhältnis zu ihrem Körper steht. Zum Vergleich: In der Stadt Oldenburg liegt der Wert bei 13,8 Prozent an Adipositas leidenden Personen, insgesamt sind dort 49,7 Prozent übergewichtig.

Als übergewichtig gelten laut WHO Menschen ab einem BMI von 25, ab 30 spricht man von Adipositas. Ein 1,80 Meter großer Mann gilt demnach ab einem Gewicht von 81 Kilogramm als übergewichtig, und ab 98 Kilogramm als adipös.

Doch ist der BMI überhaupt die richtige Maßeinheit? Jack Saalfeld bezeichnet ihn als „alten Hut“. Der Studioleiter des Wildeshauser Fitnessstudios „Gym 80“ gibt zu bedenken, dass „jeder, der trainiert und Masse aufbaut“, schwerer ist, als es sein BMI vorgibt. So könnten etwa top-fitte Polizeianwärter abgelehnt werden, weil sie zuviel Muskelmasse auf die Waage bringen. Für eine Einstellung bei der Polizei Niedersachsen sollte der BMI zwischen 18 und 27,5 liegen, andernfalls werden Bewerber als dienstuntauglich eingestuft.

Aussagekräftiger sei vielmehr der Fettanteil im Körper. Um diesen zu messen, verfügt das Studio über eine spezielle Waage, die mit der sogenannten Bioimpedanzanalyse (BIA) arbeitet. Hierbei fließt schwacher Strom durch den Körper. Anhand des gemessenen Widerstandes und zusätzlichen Daten errechnet die Waage den Fettanteil im Körper. „Das ist einer der ersten Schritte, die wir mit neuen Kunden durchführen“, beschreibt Saalfeld.

Viel Verunsicherung

Auch Ernährungsberaterin Elisa Moser nutzt diese Methode in ihrer Praxis „Kerngesund Wildeshausen“. Zu ihr kämen viele verunsicherte Patienten, die nach zig verschiedenen Diäten nicht mehr wüssten, was richtig und falsch sei. Viele würden von ihrem Arzt aufgrund ihres Gewichts an sie überwiesen.

Wie bei Saalfeld beginnt auch Moser mit einer individuellen Bestandsaufnahme. Wie ist das Essverhalten und wie lässt es sich so ändern, dass es für denjenigen auch im Alltag umsetzbar ist. Wichtig sei, langsam abzunehmen. „In Kombination mit moderatem Sport, um sicherzugehen, dass die Muskelmasse erhalten bleibt“, begründet Moser. Anhand von zu verschiedenen Zeitpunkten gemessenen BIA-Werten kann Moser den Erfolg einer Ernährungsumstellung feststellen.

Auch Saalfeld betont den Aspekt der Nachhaltigkeit. Bei einer radikalen Diät baue der Körper als erstes Muskelmasse ab. Das Fett bleibe, wenn man nicht mit sportlicher Betätigung dagegen angehe. Der Fitnesstrainer bietet eine Stoffwechselkur, die auf einer individuellen Ernährungsumstellung und einem Sportprogramm beruhe.

Von zehn neuen Kunden, die ins Fitnessstudio gehen, kämen sechs aus gesundheitlichen Gründen, davon wiederum drei, die ihr Gewicht reduzieren wollen oder müssen. Denn Übergewicht und Adipositas können ernstzunehmende Folgeerkrankungen hervorrufen. Diabetes Typ 2, verschiedene Krebserkrankungen und eine Reihe orthopädischer und psychischer Leiden können nach Angaben von Peter Rupprecht von der IKK folgen.

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Daniel Schumann Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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