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Elsflether Werft kurz vor Insolvenz
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Elsflether Werft kurz vor Insolvenz

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Zeitplan für Vorzeige-Projekt wackelt

04.01.2019

Wildeshausen Eigentlich war alles festgezurrt: Mitte dieses Jahres sollte der Umbau der denkmalgeschützten Villa Knagge in Wildeshausen zu einem modernen Craft-Beer-Brauhaus mit Hausbrauerei beginnen. Das Konzept hat die Getränke Nordmann GmbH mit der Eigentümerin des Gebäudes, die Stiftung Johanneum, und der katholischen Kirchengemeinde entwickelt. Doch der Zeitplan wackelt. Denn das benachbarte Gebäude der Villa, eine ehemalige Kapelle, wird von der Volkshochschule (VHS) als Seminarhaus genutzt. Die VHS hat bis 2025 einen Mietvertrag mit der Kirche und benötigt adäquaten Ersatz.

„Wir haben der Volkshochschule ein Angebot gemacht“, sagt Bernhard Kramer, Provisor der katholischen Kirchengemeinde – ohne Details zu nennen. Da die Verhandlungen zwischen der Firma Nordmann, der Kirchengemeinde und der Stiftung Johanneum Kramer zufolge „bis auf Kleinigkeiten“ fast abgeschlossen seien, fehle letztlich noch die Einigung über das Nebengebäude. Nordmann möchte in der 1852 erbauten Villa Knagge ein Braugasthaus einrichten, das Strahlkraft in die ganze Region entfalten soll. Im VHS-Seminarhaus sollen Braukessel und Getränkeshop untergebracht werden. Die Erhaltungs- und Renovierungskosten werden auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Fritz-Dieter Nordmann, geschäftsführender Gesellschafter der Nordmann-Gruppe, will sich nach eigenem Bekunden nicht in die Verhandlungen einmischen. Klar sei aber: „Wir brauchen das Objekt lastenfrei.“ Die Brauerei werde ein zentrales Instrument des Marketingkonzeptes sein. Nordmann betont, er könne nicht bis zum „Zeitpunkt x“ warten.

Nach NWZ-Informationen hat die katholische Gemeinde der VHS als Ersatz für das Seminarhaus an der Ahlhorner Straße drei Räume im Waltberthaus angeboten. Zudem könne die VHS einen weiteren Raum im Keller des Ida-Nieberding-Hauses nutzen, wenn das Blasorchester Wildeshausen (BLOW) an den Grünen Weg umzieht. Damit die VHS weiterhin Yoga- und Gymnastikkurse durchführen kann, bietet die Kirche zudem einen Bewegungsraum im Kindergarten Knaggerei an.

„Wir suchen keine Notunterkunft, sondern vernünftige, zusammenhängende Räume“, erklärt Paul Bramlage, Vorsitzender des VHS-Trägervereins. Das Angebot der katholischen Kirchengemeinde sei „völlig irrelevant“. Schon gar nicht könne den VHS-Kunden die Mitbenutzung des Kindergartens vermittelt werden.

Bramlage weist zudem auf die zu erwartenden Mehrkosten hin. Derzeit zahle die VHS eine Miete von monatlich 2,50 Euro pro Quadratmeter für gut 300 Quadratmeter im Seminarhaus. Für die Anmietung einer entsprechend großen Ersatzfläche würden 7 bis 8 Euro pro Quadratmeter fällig. Wenn die VHS das Seminarhaus vorzeitig räume, kämen bis 2025 auf die Einrichtung Mietkosten von zusätzlich etwa 20 000 Euro zu, rechnet Bramlage vor. Ohne eine entsprechende finanzielle Entschädigung könne er dem VHS-Vorstand nicht empfehlen, das Seminarhaus vorzeitig zu räumen.

Grundsätzlich stehe er den Brauhaus-Plänen der Firma Nordmann positiv gegenüber, betont Bramlage: „Wir wollen das Projekt nicht aufhalten“, sagt er. „Auch wir sind Wildeshauser Bürger und wollen das Beste für unsere Stadt!“

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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