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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eine besondere Tour durch die Kreisstadt

10.09.2019

Wildeshausen Bis vor wenigen Wochen haben sie noch in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) gewohnt. „Für uns ist alles neu hier“, sagt Jürgen Rehfeldt (83), als er mit seiner Frau Hannelore in den Bürgerbus steigt. Und: „Wir sind sehr gespannt.“ Es ist eine besondere Busreise an diesem Samstag. Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski hat ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen, gemeinsam die Wittekindstadt zu entdecken. Viele seien nicht mehr so mobil. Nun bekommen sie die Stadtentwicklung aus erster Hand erläutert.

August der beste Monat

Die Idee zu diesem „Sightseeing“ hatte Altbürgermeister Manfred Rollié, der bei der ersten Tour auch dabei ist. Und auch für den Bürgerbus-Verein ist es eine Win-win-Situation. „Wo würden Sie denn gern einsteigen?“, fragt Vereins-Vorsitzende Renate Hocke die Passagiere, die am Samstag in den Achtsitzer einsteigen. Hocke lenkt heute den Minibus. Der Verein ist daran interessiert, seine Routen zu optimieren. Mittlerweile transportiere der Bürgerbus 10 000 Passagiere pro Jahr. „Mit 1960 Fahrgästen war der August der beste Monat seit unserem Bestehen“, informiert Hocke.

Vom Bahnhof aus geht es in Richtung Visbeker Kreisel. „Hier sollen bald 38 Millionen Euro verbaut werden“, sagt Kuraschinski, als er aufs Krankenhaus Johanneum zeigt, das an der linken Seite zu sehen ist. Nächste Station ist das Gewerbe- und Industriegebiet an der Düngstruper Straße. Zur Linken die Putenschlachterei der Firma Geestland, auf der Rechten der Automobilzulieferer Erxleben und Abwasser-Spezialist Hydrotec. „Die alte Viehverwertung war hier 1970 das erste Gebäude“, weiß Passagier Heinz Becker (71), der hinten auf der Bank sitzt. Als Hocke am Ende der Ottostraße warten muss, um nach links auf die Visbeker Straße abzubiegen, hat Kuraschinski schon gleich die nächste Information parat: „Hier wird die neue Entlastungsstraße entstehen. Im Herbst wollen wir mit der Ausschreibung beginnen.“

Zu den spannendsten Stationen gehört die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (StEM). Die Erschließung des Areals vor Bargloy sei damals zwar umstritten, aber „absolut richtig“ gewesen, sagt der Bürgermeister. Die Wohnbaugrundstücke sind begehrt. Der Quadratmeterpreis liegt inzwischen bei 150 Euro. 119 Grundstücke sind erschlossen. In dem Gebiet „Bargloyer Heide“ kommen nun 42 hinzu. „Mittlerweile wohnen 1000 Menschen in den Neubaugebiet“, erklärt Kuraschinski.

Weiter geht es. Im alten Eschdorf Bargloy weiß Kuraschinski zu fast jedem Haus eine Geschichte. So sei eine alte Scheune einst mit Tabak bezahlt worden. Kein Wunder: Der Bürgermeister wohnt selbst in der Bauerschaft. Über den Westring und die Ahlhorner Straße führt die Route in das Neubaugebiet Spascher Sand. Vor knapp 15 Jahren war hier noch das Kasernengelände. „In die Neubaugebiete kommt man ja selten rein“, sagt Fritz Völz (84), ehemals selbstständiger Architekt, der von seiner Frau Paula begleitet wird.

41 Einwohner fehlen

Weitere Stationen sind das Krandelbad, der Wohnmobil-Stellplatz, das neue Feuerwehrhaus und der neue städtische Kindergarten „Pusteblume“. Als der Bürgerbus durch die Birkenallee fährt, wundern sich einige über die kleinen Häuser, die einst Flüchtlingen Obdach gaben.

Kuraschinski hat aber auch andere Fakten parat: Genau 41 Einwohner fehlen Wildeshausen noch, um die Marke von 20 000 zu reißen. Dann gibt es mehr Zuschüsse aus Hannover Der Migrationsanteil liegt bei 16 Prozent. „Wir haben 76 verschiedene Nationen in unserer Stadt“, so der Bürgermeister. Und die Fläche der Stadt? Knapp 90 Quadratkilometer, kennt er die Antwort natürlich auch.

Viele Entwicklungen kann Kuraschinski nur anreißen, so etwa als es über die Heilstättenstraße zum Gelände der Diakonie Himmelsthür geht. Da gebe es noch Beratungsbedarf. Auch für die Passagiere. „Das war interessant“, sagt Jürgen Rehfeldt. Nicht nur der Wildeshauser Neubürger hofft, dass dieser Besichtigungstour weitere folgen.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de/videos 
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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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