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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Deckel Gegen Polio: Jeder Kunststoffdeckel zählt

26.07.2018

Wildeshausen Bei diesem Wetter heißt es: viel trinken. Und was fällt da leicht an? Pfand. Mit den Deckeln dieser Flaschen kann jeder leicht etwas Gutes tun.

„Gerade jetzt im Sommer werden so viele Getränkeflaschen abgegeben, und die Deckel sind noch drauf. Wir wollen die Menschen motivieren, die Deckel zu sammeln“, sagt Linda Vietor vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Wildeshausen, die die Sammelaktion mitorganisiert.

Seit 2014 gibt es den Verein „Deckel drauf“, der sich deutschlandweit bemüht, Plastikdeckel von Pfandflaschen zu sammeln und diese zu recyceln, um mit dem Erlös die rotarische Aktion „Deckel gegen Polio“ zu unterstützen. In Wildeshausen wurde daraus eine ehrenamtliche Gemeinschaftsaktion zwischen Rotary Club und DRK. Seit Mai 2016 wird hier gesammelt.

„Mit 500 Deckeln können wir eine Impfung gegen die furchtbare Krankheit Poliomyelitis (Kinderlähmung) ermöglichen“, weiß Dr. Volker Kuhlmann, Projektbeauftragter des Rotary Clubs Wildeshausen.

Keine Nutella-Deckel

Alle Kunststoffdeckel wären geeignet, „auch Deckel von Milch, Hustensaft, Medikamenten oder Zahnpasta sind nutzbar“, so Kuhlmann. Wichtig sei, dass der Deckeldurchmesser nicht größer als vier Zentimeter ist. Deckel von Nutella-Gläsern, Kaugummidosen, Shampooflaschen, Eisboxen oder Gummibärchen dürften nicht in die Sammelboxen. Sie kann die Schreddermaschine nicht verarbeiten.

Mohamed und Abdul Karim helfen beim Sortieren der Deckel im Famila Getränkemarkt in Wildeshausen, einer Sammelstation von vielen. Der 15-jährige Mohamed macht das schon zum dritten Mal: die Kiste mit Flaschen holen, Deckel abschrauben und diese in eine Box werfen. „Es macht Spaß, ich kann mich dabei mit meinen Freunden unterhalten“, sagt er. Die vier freiwilligen jungen Helfer kommen vom Projekt „Gemeinsam stark – Kinder unserer Stadt“, das Linda Vietor mit Unterstützung des DRK vor sieben Jahren ins Leben rief. „Es sind hauptsächlich Kinder aus Migrationsfamilien, mit denen wir viel unternehmen“, berichtet Vietor. Gerne würden sich die Kinder auch an dieser Aktion beteiligen, „wir sind sehr froh über das große Engagement der Kinder“, so Vietor.

„Für ihren Einsatz bedanken wollen wir uns auch besonders bei denjenigen, die an der Universität und der Montessori Schule in Oldenburg Container zum Sammeln aufgestellt haben“, sagt Uta Barth, Ehrenamtliche des DRK Wildeshausen und eine weitere Mitorganisatorin. „Natürlich bedanken wir uns auch bei den vielen Vereinigungen und Einzelpersonen, die uns ebenfalls unterstützen“, so Kuhlmann.

8,5 Tonnen von Deckeln sammelte die Organisation in Wildeshausen in den vergangenen zwei Jahren. „Das sind 19 500 Impfungen“, weiß Kuhlmann. Von Wildeshausen aus würden die Deckel letztlich in Lüneburg landen, wo sie eingeschmolzen und wiederverwertet werden.

Viele Abgabeorte

„Die Leute können in allen Schulen und Kindergärten in Wildeshausen die Deckel abgeben – und das durchgehend“, so Kuhlmann. Ein Enddatum gebe es für diese Aktion nicht. Im Foyer des Stadthauses oder auch im Kreishaus und an vielen anderen Orten gäbe es ebenfalls die Möglichkeit zur Abgabe.

Und für alle, die sich jetzt fragen: Bekomme ich denn auch ohne Deckel auf der Flasche mein Pfand zurück? – Ja, das sei in jedem Fall auch ohne Deckel gesichert.

Freya Adameck Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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