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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Neue Handwerker fugen Rathaus

04.10.2019

Wildeshausen Wenn Wildeshausen nächstes Jahr „750 Jahre Stadtrechte“ feiert und sich seinen Gästen mit diversen Veranstaltungen präsentiert, wäre es zweifelsohne schön, wenn auch das Rathaus einen repräsentativen Eindruck macht. Das historisches Gebäude glänzt seit drei Jahren aber durch Pfusch am Bau. Das letzte Wort dazu wird wohl vor Gericht gesprochen werden.

An diesem Freitag rücken neue Handwerker an, die das Haus am Marktplatz fachgerecht verfugen sollen. „Das war in der Vergangenheit nicht der Fall, sagt Baudezernent Manfred Meyer. Ein Gutachten belege das.

Los geht’s im Gässchen zum Nachbarhaus „Schnittker am Markt“. Dort wurde ein Gerüst aufgebaut. Zwei Handwerker einer auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisierten Firma aus Papenburg (Landkreis Emsland) werden laut Meyer zunächst die alten Fugen auskratzen und die Klinker anschließend neu verfugen. Das Material (Muschelkalk) und die Farbe seien mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt.

„Ich bin optimistisch, dass die Fugenarbeiten nächstes Jahr abgeschlossen werden“, sagt Meyer und gibt sich damit überzeugt, dass das Rathaus keine unendliche Geschichte wird. Wann die letzten Klinker verfugt sein werden, vermag der Baudezernent aber nicht zu sagen. Darüber habe die Handwerksfirma keine Angaben gemacht.

Gleichwohl habe die Stadtverwaltung das Jubiläumsfest, das Gildefest oder auch den Weihnachtsmarkt im Blick. „Bei diesen Veranstaltungen wird das Rathaus nicht eingerüstet sein“, so Meyer. Darüber hinaus gelte es, auch den Gastronomiebetrieb im Ratskeller und die Trauungen im historischen Rathaus nicht zu stören. Die Handwerksfirma verfüge über ein mobiles Gerüst, das schnell beseitigt werden könne. Lediglich die Rathausseite im Gässchen zu Schnittker habe mit einem festen Gerüst ausgestattet werden müssen.

70 000 Euro stehen für die Sanierung der Rathaus-Fassade im städtischen Haushalt zur Verfügung. Die Stadt hat laut Meyer den Vertrag mit der zunächst beauftragte Firma aus Westoverledigen (Landkreis Leer) gekündigt, weil die Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt worden seien. Zudem habe die Firma die Fugen mit dem falschen Muschelkalk gefüllt. Dieser habe weder die richtige Farbe gehabt, noch habe es sich um das vom Denkmalschutz geforderte Material gehandelt. Also seien die Fugen wieder freigeschlagen worden. Im Zuge der Gewährleistung seien Teile des Mauerwerks mit dem geforderten Stuhrer Antikkalk ausgefüllt worden.

Die Stadt, so Meyer, verlangt nun eine Entschädigung von der gekündigten Firma. Die wiederum fordere weiteres Geld von der Stadt. Ein Abschlag sei gezahlt worden.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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