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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Lohgerberei wird abgerissen – Interieur bleibt erhalten

16.12.2017

Wildeshausen Zumindest das Interieur der Lohgerberei bleibt Wildeshausen erhalten. Das ist die gute Nachricht aus dem Verwaltungsausschuss (VA), der sich am Donnerstag intensiv mit der baufälligen Lohgerberei in der Huntestraße auseinandergesetzt hat. Der Besitzer des historischen Gebäudekomplexes Bernard Benecke war Anfang des Jahres gestorben. Anschließende Bemühungen, die Lohgerberei unter Denkmalschutz zu stellen, waren ins Leere gelaufen (die NWZ berichtete). Viele Wildeshauser, wie zum Beispiel der Vorsitzende des Bürger- und Geschichtsvereins Bernd Oeljeschläger, aber auch die UWG hatten sich darüber entsetzt gezeigt.

Aufgrund des fehlenden Denkmalschutzes kommt nun der Erbe seinen Plänen für das Areal in bester Citylage ein großes Stück näher. Er möchte die drei Häuser an der Huntestraße 34, 36 und 38 abreißen und auf dem 2000 Quadratmeter großen Areal, das bis an den Gildeplatz reicht, ein modernes Wohn- und Geschäftshaus errichten.

Grünes Licht dafür gibt es jetzt auch von Seiten der Stadt: Der VA hat am Donnerstag das Einvernehmen zu einer entsprechenden Bauvoranfrage hergestellt. „Für den Abbruch wird eine Genehmigung im konkreten Antragsverfahren in Aussicht gestellt, wenn sich der Neubau städtebaulich einfügt“. so Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge. Der Eigentümer habe signalisiert, bei der Gestaltung den Wünschen der Stadt gegenüber aufgeschlossen zu sein. Die endgültige Entscheidung über die Bauvoranfrage liegt nun beim Landkreis Oldenburg.

Wie Ufferfilge weiter mitteilt, kommt ein Verkauf des geschichtsträchtigen Areals an die Stadt nach Aussagen des neuen Eigentümers nicht in Betracht. Daher bestehe für die Stadt auch nicht die Erwerbsoption, um die Liegenschaft beispielsweise für museale Zwecke zu sichern und/oder herzurichten. Hinzu komme, dass die Gebäudesubstanz durch den jahrzehntelangen schleichenden Verfall derart angegriffen sei, dass ein Erhalt kaum möglich erscheine.

Der Eigentümer habe gegenüber der Verwaltung jedoch erklärt, dass er der Stadt das Interieur der Lohgerberei als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen möchte. Zuvor hatte das Museumsdorf Cloppenburg eine Präsentation der alten Lohgerberei unter anderem aus Platzmangel abgelehnt.

„Somit hat die Stadt nun die Möglichkeit, die Werkstattausstattung zu sichern, aufzuarbeiten und an geeigneter Stelle auszustellen“, so Ufferfilge abschließend.

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