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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Weihnachtsfrau hat Jutesack voller Geschenke

03.12.2018

Wildeshausen Es ist das Besondere an dem eintägigen Weihnachtsmarkt der Diakonie Himmelsthür, dass er so klein und fein ist. „Aber man hat alles da“, sagte eine Besucherin. Vieles hat Tradition, wie der Termin am Samstag vor dem 1. Advent, und wurde auch in diesem Jahr wieder sehr gut angenommen: Holzbuden mit Geschenkideen, das Stockbrotbacken am offenen Feuer, der Stand der Werkstätten (neu: Pro-Team Himmelsthür) mit Adventskränzen, Gestecken und Christbaumschmuck und natürlich viele Leckereien wie Waffeln, Hotdogs, Pommes frites und Kartoffelpuffer. Mehrere hundert Gäste, Angehörige und Mitarbeitende genossen bei trockenem Wetter das Bummeln über den Markt.

Nach der Eröffnung durch Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde spielten „Die Prager“ aus Harpstedt auf ihren Blasinstrumenten weihnachtliche Melodien. Auch die lebensgroße Krippe im Freien war ein Hingucker. Für viele Bewohner ist der Markt vor der eigenen Haustür ein echter Höhepunkt.

In der Cafeteria konnte man sich bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. Dort trafen sich viele Angehörige der Bewohnerinnen und Bewohner und auch ehemalige Mitarbeitende.

Mitten am Nachmittag war es so voll, dass keine Parkplätze mehr frei waren. Die Vorstandsmitglieder des Freundevereins – wie stets in bester Stimmung – verkauften rund 70 Tüten selbst gebackener Krüllkuchen, am Glühweinstand gingen mehr als 70 Liter alkoholischer oder alkoholfreier Wein über den Tresen. Von 17 Ständen waren acht an externe Anbieter vergeben worden, und die Standbetreiberinnen zeigten sich sehr zufrieden. Zwei Hamburgerinnen waren über die Empfehlung einer Himmelsthür-Mitarbeiterin angereist und boten ihre selbst gestrickten und selbstgebastelten Geschenke für kleines Geld an. „Es ist unser erster Weihnachtsmarkt. Wir sind schon ganz schön ausverkauft. Wir hätten nicht gedacht, dass es so gut läuft, das spornt uns an, und im nächsten Jahr möchten wir wieder dabei sein“, sagten sie.

Die Organisatorin des Marktes, Helga Weller, Bereichsleiterin der Tagesförderstätten, zeigte sich zufrieden: „Wir hatten einen sehr guten Besuch und viele helfende Hände, allen voran wie immer die Mitarbeitenden der Tagesförderstätten, und auch die jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst. Es halfen auch Schülerinnen der Heilerziehungspflege und ehemalige Freiwilligendienstler sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung. Dafür bin ich dankbar, das ist sehr schön.“

In einem Punkt allerdings brach dieser Himmelsthür-Weihnachtsmarkt mit der Tradition: Die Schokolade und andere Geschenke aus dem großen Jutesack überbrachte diesmal nicht ein Weihnachtsmann, sondern eine Weihnachtsfrau, im roten Kostüm und zünftig mit Bart. Sie kam sehr gut bei den Besuchern an und wurde oft um ein Foto gebeten.

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