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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Werden die Futtermittel wieder knapp?

24.08.2019

Wildeshausen /Dötlingen Wenn das Gras auf den Weiden vertrocknet, treibt das den Pferdebesitzer die Sorgenfalten auf die Stirn. Denn ohne Gras kein Heu, das als wichtiger Futterbestandteil notwendig ist. Gibt die auch in diesem Sommer anhaltende Trockenheit den Großtierhaltern im Kreis zu denken?

Odette Vöge vom Therapie- und Kompetenzzentrum Vöge in Kleinenkneten sieht die Situation gelassen. Durch einen Lieferanten, der Heu aus ganz Deutschland bereitstelle, seien ihre Tiere gut versorgt. Außerdem hätten sie in diesem Jahr auch selbst Heu gepresst, sodass sie keine Schwierigkeiten hätten.

Vorkehrungen getroffen hat auch Roland Hemken von der Pensionspferdehaltung des Biohofs Bakenhus in Großenkneten. Denn er glaubt, dass der zweite und dritte Heuschnitt in diesem Jahr wegfallen werden. Das Gras sei auf den Feldern vertrocknet. Ankaufen werde voraussichtlich dennoch nicht notwendig sein: Denn sowohl im letzten Herbst als auch in diesem Frühjahr hat der Hof seine Grünflächen ausgeweitet, um für ausreichend Futter zu sorgen. Auch das Zufüttern mit Heu habe in diesem Jahr erst später angefangen. Musste im vergangenen Jahr bereits gegen Ende Mai, Anfang Juni zugefüttert werden, wurde damit in diesem Jahr erst Ende Juni begonnen.

Nach dem trockenen vergangenen Jahr hat sich auch Gerd Aschenbeck vom Hof Aschenbeck in Aschenstedt vorbereitet. Da die Heu-Versorgung hier im Oldenburger Raum eher schwierig sei, habe er bereits frühzeitig zugekauft, um keine Probleme zu bekommen. Mit dem ersten Schnitt sei er allerdings recht zufrieden gewesen.

Die schwierige Situation im Landkreis bestätigt der 1. Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Oldenburg, Jürgen Seeger: Auch wegen des durch die Trockenheit bedingten Ausfalls des zweiten Schnittes gebe es hier in diesem Jahr wieder nicht viel Heu, sagt er. Zurzeit erhole sich zwar die Natur, das Gras grüne nach. So könne dann voraussichtlich noch ein Schnitt eingefahren werden. Dieser allerdings werde nicht mehr zu Heu, denn im September werde das Gras nicht trocken genug.

Dennoch habe sich der Preis für einen Rundballen im Vergleich zum Vorjahr in etwa halbiert. „Ein Rundballen liegt bei 40 bis 50 Euro“, sagt Jürgen Seeger. Im vergangenen Jahr mussten zwischen 90 und 100 Euro hingeblättert werden. Auch die Versorgung beispielsweise mit Mais sei nicht optimal, was die Rindviehbetriebe vor große Herausforderungen stelle. Insgesamt sei die Futtersituation jedoch besser als im vergangenen Jahr, stellt Seeger fest.

Hilfestellungen bietet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Um Großtierhalter in der Region zu unterstützen, bietet sie seit dem vergangenen Jahr eine Grundfutterbörse an. Regional sei die Betroffenheit der Landwirte durch den Futtermittelmangel sehr unterschiedlich, sagt Rudolf Fuchs von der Kammer in Oldenburg. Durch die Börse könnten Betriebe mit Futterüberschuss solchen mit einem Mangel helfen. Und das mit Erfolg: „Wir haben eine hohe Inanspruchnahme“, sagt Rudolf Fuchs.

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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