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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Sie hinterlassen große Spuren in der Stadt

24.09.2019

Wildeshausen Von einer „Veranstaltung der besonderen Art“ sprach Bürgermeister Jens Kuraschinski. Und Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, sagte, es sei „ein seltener Tag“ in der Geschichte des Verbandes. Gleich zwei verdiente Wildeshauser, Peter Hahn und Alfred Panschar, haben am Montag für ihre jahrzehntelange Arbeit zum Wohle der Stadt die Ehrennadel der Landschaft erhalten.

Die Versetzung des ehemaligen Berufssoldaten Peter Hahn 1961 nach Wildeshausen sei „doppeltes Glück“ gewesen, meinte Kossendey in seiner Laudatio. Einerseits lernte er hier seine jetzige Ehefrau Erika kennen, andererseits wurde die Wittekindstadt zu seiner Heimat, mit der er sich zunehmend identifizierte und in der er „große Spuren“ hinterließ.

Hahn (81) beschäftigte sich mit der Frühgeschichte, dem Pestruper Gräberfeld, mit dem mittelalterlichen Wildeshausen und vor allem mit der Alexanderkirche. Als Gästeführer hat er Touristen wie Einheimischen mit viel Freude die Besonderheiten Wildeshausens nahegebracht, aber auch Fremdenführer ausgebildet. „Gerade die Gästeführer liegen der Landschaft in besonderer Art und Weise am Herzen“, so Kossendey.

Über 10 000 Motive

Als Wanderwart hat Hahn das weit verzweigte, rund 100 Kilometer lange Wildeshauser Wanderwegenetz angelegt, ausgeschildert und mit Hilfe der Stadt mit 28 Bänken ausgestattet. Nicht zu vergessen sein Wirken als Autor mehrerer heimatkundlicher Bücher. Wildeshausen könne stolz sein auf solche Heimatforscher, betonte Kossendey.

In seiner Laudatio auf Alfred Panschar (82) ging der Landschaftspräsident vor allem auf dessen Leidenschaft ein, alte Postkarten und Bilder mit Wildeshauser Motiven zu sammeln. Mit mehr als 10 000 Motiven habe Panschar das „wohl größte Bildarchiv zum Thema Wildeshausen“ zusammengetragen und auch als ehrenamtlicher Archivar gearbeitet. Kossendey sprach vom „Gedächtnis der Stadt“. Er wünsche sich, dass mehr Gemeinden ehrenamtliche Archivare beschäftigen, damit dieses Wissen über Generationen hinweg erhalten bleibe.

Verdienstvoll sei Panschars Bemühen, „mit detektivischer Mühe“ Personen auf den Bildern zu identifizieren und zu benennen. Und wenn er dann sogar noch deren Spitznamen herausgefunden hat, sei dies das „I-Tüpfelchen“. Panschar habe mit seinen Bildern Bücher und Kalender illustriert und sogar einen Regenschirm mit Wildeshauser Motiven entworfen. Wie Hahn lasse er mit seinen Vorträgen die Allgemeinheit an seinem Wissen teilhaben“, so der Ex- Bundestagsabgeordnete weiter.

Initiative von Jüchter

Hahn wie Panschar hätten sich um die Geschichte der Stadt verdient gemacht, sagte der Landschaftspräsident, bevor er die Ehrennadeln ans Revers steckte und die Ehrenurkunden überreichte. Maximal 14 Ehrennadeln verleihe die Oldenburgische Landschaft pro Jahr an verdiente Bürgerinnen und Bürger.

An der Feierstunde im Stadthaus nahm auch Landrat Carsten Harings teil. Auch er würdigte die ehrenamtlichen Tätigkeiten von Hahn wie von Panschar, die über die Stadtgrenzen Wildeshausens hinaus Bedeutung erlangt hätten. Zu den Gratulanten im Stadthaus gehörten auch Hahns Ehefrau Erika und Jürgen Mahlstede, ein Freund Panschars. Die Wildeshauser Ratsfrau Hedwig Jüchter hatte die Oldenburgische Landschaft angeschrieben, mit der Bitte, Hahn und Panschar zu ehren. Die Entscheidung im Vorstand sei einstimmig gefallen, betonte Kossendey.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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