• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
Laster umgekippt – Sperrung der A1
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 33 Minuten.

Unfall Bei Vechta
Laster umgekippt – Sperrung der A1

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ralf Hentemann zögerte nicht lange

13.01.2018

Wildeshausen Zum letzten Mal auf das Eis der Hunte in Zwischenbrücken traf die mitgebrachte Eisscholle im Jahr 2009. So lange ist es her, dass der Fluss Eisschollen führte, wenn auch nicht zugefroren war. Die Wette gilt aber als gewonnen, wenn bereits einige große Eisstücke auf der Hunte schwimmen. Auch am Donnerstagabend, um Punkt 20 Uhr mit dem Glockenschlag der Alexanderkirche, hieß es: „Die Hunte geiht“.

Auch wenn der Fluss nicht „steiht“, war eines bei der 57. Eisschollenwette an der Landkreiskrone in Wildeshausen anders: Die Zusammensetzung der zwölfköpfigen ehrenwerten Runde unter der Leitung von Sprecher Wilhelm Meyer hatte sich geändert. „Uwe Luthardt ist auf eigenen Wunsch aus der Runde ausgeschieden. Wir haben Ralf Hentemann gefragt, ob er nicht bei uns mitmachen möchte“, sagte Meyer.

Der zögerte nicht lange. „Gerne bin ich eingestiegen“, sagte Ralf Hentemann. Als ehemaliger Pielepoggen-Bürgermeister von Zwischenbrücken ist er bestens mit den Eigenheiten vor Ort vertraut. Außerdem liegt sein Elternhaus direkt an der Landskrone. „Natürlich habe ich da nicht gezögert und sofort zugesagt, als ich gefragt worden bin“, so Hentemann.

Damit stimmte er gerne in den Ausruf „Gut Scholle“ ein, den die Eisschollenwetter seit Jahr und Tag am 11. Januar ausrufen. Aber das laute Aufklatschen der mitgebrachten Eisscholle ließ keinen Zweifel aufkommen: Die Hunte war auch in diesem Jahr nicht zugefroren. Damit war das Ergebnis der 57. Eisschollenwette klar: „Die Hunte fließt.“

Offen blieb, wer von den zwölf honorigen Mitgliedern die Wette auch richtig vorausgesagt hatte. Das hat insofern seine Bedeutung, da die Verlierer das „Festessen“ am Abend bezahlen müssen.

Sechs Eiswetter tippen für die zugefrorene Hunte und sechs dagegen. Wer wie tippt, das ist ein Geheimnis, denn darüber entscheidet das Los. Das ist so Tradition. Früher ging man zu Barbara Wolters. Heute wird das halbe Hähnchen mit trocken Brot im „Wildeshauser Hof“ verspeist. Auch der Essensplan ist ein Ritual.

Entstanden ist die Wildeshauser „Hunte-Eisschollen-Wette“ in Anlehnung an die Bremer Eiswette auf der Weser in einer Bierlaune. Das war 1962 nach der großen Sturmflut. Daran kann sich Gründungsmitglied Gerhard Lübben (80) noch gut erinnern. Seitdem treffen sich jedes Jahr am 11. Januar die zwölf Wettkönige in ihren schwarzen Mänteln und mit dem Zylinder auf dem Haupt, um mit dem Eisblock zu testen, ob die Hunte „steiht“.

Zum 50-Jährigen versahen die Eisschollen-Wetter ihren roten, schmucken Bollerwagen mit der Aufschrift: „Seit 50 Jahren“. Von dem Wagen aus wird auch für den entsprechenden Proviant für die alljährliche Prozedur gesorgt. Käsehappen und vor allem „gebranntes Huntewasser“ machen dann die Runde.

Weitere Nachrichten:

Wildeshauser Hof | Eiswette

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.