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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bis zu acht Windkraftanlagen in Glane

10.10.2019

Wildeshausen Während in Düngstrup und Aldrup seit Jahren Strom aus Windkraftanlagen produziert wird, rückt nun Glane als dritter Standort in Wildeshausen in den Mittelpunkt. In Arbeit ist der Bebauungsplan (B-Plan) „Windpark Glane“, wo auf einem Areal von 146 Hektar möglicherweise einmal acht Windkraftanlagen gebaut werden. Zudem soll ein Umweltinformationszentrum entstehen. Wenn der Verwaltungsausschuss am 24. Oktober sein Okay gibt – der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt hat bereits zugestimmt – wird der Entwurf des B-Plans öffentlich ausgelegt. Die Einzelheiten sind auf 87 Seiten dargelegt.

Das Planungsgebiet befindet sich westlich der Glaner Straße (Kreisstraße 242), nördlich von Aumühle und nordöstlich von Heinefelde. In dem Gebiet dominiert der Ackerbau. Zudem befinden sich dort einige Waldflächen. Die Erschließung des Windparks soll über die Glaner Straße erfolgen.

Die von Windenergieanlagen erzeugten Schall- und Schattenwurfemissionen zählen zu den wesentlichen Auswirkungen, die es im Zuge der Abwägung der unterschiedlichen Belange zu berücksichtigen gilt. Es wurde ein Anlagentyp mit einer Nabenhöhe von 155 Metern und einem Rotordurchmesser von 147 Metern sowie einer Nennleistung von 4300 kW in Ansatz gebracht. Bei Windenergieanlagen ist die Nachtzeit die maßgebliche Beurteilungszeit, da dann die niedrigeren Richtwerte gelten. Die Nachtimmissionsrichtwerte gemäß der „TA Lärm“ betragen im Außenbereich: 45 dB(A), Allgemeines Wohngebiet: 40 dB(A). Die Berechnungen haben gezeigt, dass die Anlagen zur Nachtzeit voraussichtlich im schallreduzierten Modus zu fahren sind, um die Immissionsrichtwerte einzuhalten.

Hinsichtlich des Schattenwurfs haben die Berechnungen gezeigt, dass die zuvor genannten Orientierungswerte von 30 Minuten/Tag und/ oder 30 Stunden/Jahr an einigen Immissionsorten durch die Gesamtbelastung überschritten werden. Deshalb werden voraussichtlich technische Einrichtungen zur Abschaltung der Windenergieanlagen erforderlich.

Im Plangebiet wurden die Rote-Liste-Brutvogelarten Feldlerche und Bluthänfling festgestellt. Am Rande kamen zudem Kiebitz und Rebhuhn vor. Im Bereich der umliegenden Gehölzbestände wurden Star, Grau- und Trauerschnäpper nachgewiesen. Flussuferläufer brüteten im Bereich der Sandabbauflächen östlich des Plangebietes. In Waldbeständen innerhalb des Plangebietes brüteten Mäusebussard, Turmfalke und Habicht. In einem Wald knapp 500 Meter nordwestlich des Plangebietes wurde ein Revier der Waldschnepfe festgestellt.

2018 wurde die Brut eines Uhus in einer Sandgrube knapp 1000 Meter südöstlich des Plangebietes nachgewiesen. Derzeit laufen weitere Untersuchungen zum Uhu. In diesem Jahr wurde eine erneute Brut des Uhus bisher nicht bestätigt, der Brutplatz in der Sandgrube ist unbesetzt.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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