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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Olaf Lies sichert Millionen für Wildeshausen zu

20.08.2019

Wildeshausen Eigentlich fehlte nur der rote Teppich: Selten wurde ein Gast der Stadt Wildeshausen mit solcher Vorfreude empfangen wie am Montag Niedersachsens Umwelt- und Bauminister Olaf Lies. Kein Wunder: Der SPD-Politiker hatte einen Förderbescheid für das Programm „Zukunft Stadtgrün“ in der Tasche. Zwei Millionen Euro überweisen Bund und das Land Niedersachsen für das Projekt nach Wildeshausen. Eine weitere Million Euro kommt von der Stadt selbst. Insgesamt hat das städtebauliche Programm, das bis 2023 läuft, ein Volumen von 9,1 Mio. Euro. Ein Drittel der Kosten übernimmt die Stadt.

Grüne Lunge der Stadt

Den Förderbescheid habe die Stadt „sehnsüchtig erwartet“, meinte Bürgermeister Jens Kuraschinski im Rahmen der kurzen Zeremonie im Stadthaus. Dort unterschrieb Lies – übrigens ein Linkshänder – den Bewilligungsbescheid im Beisein des CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley, den ehrenamtlichen Bürgermeister-Vertretern Evelyn Goosmann und Wolfgang Sasse, Baudezernent Manfred Meyer, Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge und Daniela Baron vom Stadtmarketing. Das Geld sei gut investiert, um die „grüne oder die blaue Lunge der Stadt“ zu entwickeln, betonte Lies. Die Städtebauförderung sei „ein elementarer Baustein“ für die Weiterentwicklung der Städte und Gemeinden und müsse auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen erhalten bleiben.

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Ein guter Tag für die Stadt

„Hut ab“, würdigte der Bauminister das Projekt im Gesamtvolumen von 9,1 Mio. Euro. Die Politik dürfe nicht den Mut verlieren, solche Projekte anzupacken. Ein weiterer Förderantrag über 2 Mio. Euro sei bereits in der Bearbeitung. Wolfgang Sasse schlug den Bogen zur Innenstadtsanierung vor 30 Jahren: Auch hier seien bei Bürgerveranstaltungen viele Ideen eingebracht worden. Die gute Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung lobte Bley. Der Entwicklungsplan „Wildeshausen 2030“ ist aus Sicht von Bürgermeister Kuraschinski „ein Pflichtprojekt“.

Und das sind die ersten Maßnahmen des Projekts:
 Die historischen Wallanlagen sollen aufgewertet und barrierefrei hergerichtet werden. Dazu finden nach Angaben Ufferfilges derzeit Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde statt. Sobald diese abgeschlossen sind, stehe die Detailplanung an. Auch die Durchlässigkeit des Walls im Bereich der jetzigen Hunteschule und die Beleuchtung sollen verbessert werden. Dies diene unter anderem der Schulwegsicherheit.
 Die alte Feuerwache am Mühlendamm soll für das „Urgeschichtliche Zentrum Wildeshausen“ (UZW) hergerichtet werden. Notwendig sei die energetische Sanierung des Gesamtgebäudes, aber auch der Umbau für Museumspädagogik, Gastronomie und Shops. Die Büros „Emde Gestaltung“ und „Studio 21“ aus Stuttgart haben dazu bereits 2017 ein Konzept vorgelegt. Das letzte Wort in dieser Sache habe aber der Stadtrat, betonte Ufferfilge.
 Weiterhin sollen die Burgwiese neu möbliert und die Stadteingänge aufgewertet werden. Zum städtebaulichen Entwicklungskonzept „Wildeshausen 2030“ gehören auch die denkmalgeschützten Gebäude an der Herrlichkeit. Das Projekt sei „eine richtige Hausnummer“, so Ufferfilge – auch mit Blick auf das denkmalgeschützte Ensemble.

Zum Lickenberg-Stein

Olaf Lies, in Sande (Friesland) zu Hause, erklärte, er kenne Wildeshausen lediglich von Stippvisiten. Da ließ sich Kuraschinski nicht zweimal bitten: In gut 50 Minuten führte er den Minister durch die Burgwiese und über die Melkerbrücke zum alten Feuerwehrhaus. „Das hier wird ein Multifunktionsplatz“, so Ufferfilge – und zeigte auf das Burmeisterhaus, das in Kürze in den Besitz der Stadt übergehen und abgerissen werden soll. Weiter ging es zur Herrlichkeit. Dank profunder Kenntnis der Stadtgeschichte klärte Kuraschinski über die verschiedenen Nutzungen der Gebäude auf. „Wir müssen unsere Kulturgüter erhalten“, räumte Lies dem Denkmalschutz hohen Stellenwert ein. Abschluss der kleinen Tour war der Marktplatz. Dort zeigte Kuraschinski den Stein, wo 1529 Bürgermeister Lickenberg enthauptet worden sein soll. Unvorstellbar aus heutiger Sicht. Und Kuraschinski hätte wohl lieber einen roten Teppich parat gehabt.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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