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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Grünes Licht für Bio-Supermarkt

24.02.2018

Wildeshausen Er mutet an wie die „Büchse der Pandora“, der Bebauungsplan Nr. 50 „Westring“ in Wildeshausen. Immer wieder scheiterten in der Vergangenheit Gewerbeansiedlungen an den textlichen Festsetzungen im B-Plan, die seinerzeit dem Schutz der Innenstadt geschuldet waren. Zuletzt verzögerte sich das Bauvorhaben eines Bio-Supermarktes auf dem „Zisch“-Gelände an der Ecke Westring/Bargloyer Straße um fast ein Jahr.

Neue Etikettierung

Doch nun scheint der Knoten durchschlagen und der vorhabenbezogene Bebauungsplan kann verabschiedet werden. Eine entsprechende Empfehlung hat zumindest der Ausschuss der Stadtplanung, Bau und Umwelt am Donnerstagabend gegeben. Zuvor musste allerdings noch einmal nachgebessert werden.

Zunächst galt es, das Einzelhandelsentwicklungskonzept von Dr. Lademann und Partner für die Stadt Wildeshausen zu konkretisieren bzw. aktualisieren. Hintergrund waren das neue Raumordnungsprogramm für das Land Niedersachsen sowie Bedenken seitens des Landkreises. Daraus resultieren jetzt neue Definitionen von Einzelhandelsflächen.

Wie Sandra Emmerling vom Büro Dr. Lademann und Partner erläuterte, gilt der Bereich von „Zisch“, „Fressnapf“ und dem „Aleco“-Biomarkt nun als „Privilegierter Nahversorgungsstandort“ ohne Aufenthaltsqualität. Zudem musste die Bezeichnung „Bio-Fachmarkt“ in „Bio-Supermarkt“ geändert werden.

Zentrenrelevanz

Die Standorte von „Rewe“ am Huntetor und „Aldi“/„Netto“ an der Harpstedter Straße, wo ebenfalls seit längerem Neu- bzw. Erweiterungsbauten vorgesehen sind, werden laut Einzelhandelsentwicklungskonzept nun als „Nahversorgungszentren in Planung“ geführt. Erlaubt sind dort Angebotsartikel des täglichen Bedarfs. Dazu zählen jetzt auch Getränke, die vorher als zentrenrelevant eingestuft wurden.

Diskussionsbedarf

Im Gegensatz zu diesen beiden „Nahversorgungszentren in Planung“ sorgte der umdeklarierte Bio-Supermarkt für reichlich Diskussionen im Ausschuss. Für „wenig überzeugend und nach allen Seiten offen“ hielt UWG-Ratsherr Hermann Hitz die aktualisierte Planung auf dem „Zisch“-Gelände. Zudem könne ja, wenn der Biomarkt nach zwei Jahren die Segel streiche, jeder andere Supermarkt dort einsteigen. Das bejahte Emmerling, verwies aber auf die für viele Discounter unattraktive Größenbeschränkung auf höchstens 800 Quadratmeter.

Auch Marko Bahr (FDP) hielt die aktuelle Umplanung für bedenklich, zumal man „Aldi weiter die lange Nase zeigt und an der Ahlhorner Straße gefangen hält.“ „Das passt alles nicht“, meinte der Liberale zudem mit Blick auf das nächtliche Anlieferverbot für den Bio-Supermarkt.

Seinem Unmut über die schwer zu regelnde Situation im Einzelhandel machte auch CDU-Vorsitzender Wolfgang Sasse Luft. Er gab Emmerling mit auf den Weg, dass das immer stärkere Ausmaße annehmende Shop-in-Shop-Konzept mit „hier noch einem Friseur und da noch einem Café“ eingedämmt werden solle.

Bei zwei Gegenstimmen von der UWG wurde schlussendlich nicht nur die Klarstellung des Einzelhandelsentwicklungskonzepts gebilligt, sondern auch der Abschluss des Durchführungsvertrags zum vorhabenbezogenen B-Plan „Zisch-Bargloyer Straße/Westring“.

Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703

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