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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Empörungswelle gegen Eisdiele in Wildeshausen

04.10.2018

Wildeshausen Die Empörung ist groß: „Skandal!“ oder „Einfach nur ein ekelhaftes Verhalten von dem Laden.“ Das sind nur zwei von zahlreichen Kommentaren, die Internetnutzer auf der Facebook-Seite einer Wildeshauser Eisdiele verfasst haben. Zum Hintergrund: Der Betreiber soll Kunden ohne Angabe von Gründen Hausverbot erteilt haben.

Ein Betroffener ist Axel Krukenberg, der seinen Fall öffentlich machte: Ihm sei am Samstag in der besagten Eisdiele an der Westerstraße in Wildeshausen Hausverbot erteilt bekommen, berichtet der 57-Jährige aus Osterholz-Scharmbeck im Gespräch mit der NWZ. „Meine Frau suchte sich draußen einen Platz, ich wollte noch eben zur Toilette.“ Krukenberg sitzt seit einem Unfall 1995 im Rollstuhl. Kurze Strecken, „zehn bis 15 Meter“, kann er mithilfe seines Gehstocks zurücklegen – so auch in diesem Fall. „Ein junger Mann stand an der Theke. Ich fragte ihn, wo es zu den Toiletten geht.“ Menschen wie Krukenberg würden in dem Café nichts bekommen, habe die Antwort gelautet. Der perplexe 57-Jährige hakte nach: „Wie war das? Kennen wir uns?“ Daraufhin habe der Mann Krukenberg Hausverbot erteilt; er solle die Eisdiele verlassen „sonst gibt es gleich Ärger“.

Ähnlich hat es Hans Schrader aus Höven erlebt. Der 70-Jährige war am Samstag bei einem Obstbaum-Seminar. Auf dem Heimweg wollte er in Wildeshausen Kaffee trinken. Da in der Bäckerei Weymann alle Plätze besetzt waren, ging er in die benachbarte Eisdiele. Doch kaum hatte er sich hingesetzt, sei ihm Hausverbot erteilt worden. „Ich war geschockt“, sagt Schrader, der erstmals in dem Eiscafé zu Gast war. Er beschwerte sich beim Stadtmarketing. Dort sei ihm von mehreren Vorfällen dieser Art berichtet worden.

Axel Krukenberg dagegen wandte sich an die Polizei, die den Eisdielen-Besitzer mit dem Vorfall konfrontierte. Krukenberg kennt die Antwort des Betreibers: Er habe schon mehrere Besucher aus dem Eiscafé herausgeworfen.

Albert Seegers, Pressesprecher der Polizeiinspektion in Delmenhorst, erklärte am Dienstag auf Anfrage, dass es bisher keine weiteren Beschwerden bezüglich dieser Eisdiele gebe. „Wir als Polizei haben keinen Grund einzuschreiten.“

Krukenberg wandte sich mit seiner Geschichte an Bürgermeister Jens Kuraschinski – dieser antwortete sofort und entschuldigte sich für diesen Vorfall. Auch der Wirtschaftsförderer der Stadt, Claus Marx, und Birte Hogeback vom Stadtmarketing können sich den Vorfall nicht erklären. Ende dieser Woche will das Stadtmarketing das Gespräch mit dem Pächter suchen. Für die NWZ ist der Eisdielen-Betreiber seit Tagen nicht zu erreichen. Am Dienstag hat das Lokal Ruhetag; auch Mittwoch war es geschlossen. An der Tür klebt ein Schild „Geschlossen“ – darunter ist ein Smiley gemalt.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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