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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hochwasser-Umfluter In Wildeshausen: Für Fische geht’s bald flussaufwärts

29.02.2020

Wildeshausen Der Betrieb des Wasserkraftwerks in Wildeshausen wird zugunsten eines durchgängigen Fischwanderweges der Hunte von der Nordsee bis zum Dümmer aufgegeben. Höhere Priorität hat nur noch der Hochwasserschutz in der Kreisstadt, bei dem das Kraftwerks-Gebäude auch weiterhin eine Rolle spielen wird. Das hat der Leiter der Hunte-Wasseracht, Hans-Dieter Buschan, am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt, betont. Das Projekt kostet mehrere Millionen Euro.

Um das Ziel zu erreichen, plant der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einen Umbau, damit die Fische durch den Hochwasser-Umleiter schwimmen. In den Nebenflüssen der Hunte flussabwärts von Wildeshausen laichen Lachse und Meerforellen bereits wieder. Ein Umbau des Kraftwerks mit einer Fischtreppe wurde verworfen – aus technischen, optischen und wartungsbedingten Gründen.

Bis nächstes Jahr soll die Planungsreife hergestellt werden. Der Umbau des Umfluters soll 2022 erfolgen. Vorgesehen ist ein naturnaher Ausbau mit einer höheren Fließgeschwindigkeit des Wassers. Die Sohlgleite werde abgesenkt, das Profil der nicht mehr intakten Böschung verbreitert. Am Ende sei der Umfluter ökologisch und optisch aufgewertet.

Damit die Fische künftig nicht mehr in die Sackgasse vor das Kraftwerk schwimmen, soll nahe der Einmündung zum Umfluter eine Spundwand in die Hunte eingebaut werden. Dadurch wird das Wasser ähnlich einem Wasserfall knapp einen Meter tief stürzen. Die Fische würden in den Umfluter umgeleitet und könnten weiter flussaufwärts schwimmen. Die nächste Staustufe in Colnrade wurde bereits umgebaut.

Die jetzige Stauhöhe vor dem E-Werk von 19,53 Meter wird laut Buschan auch künftig gegeben sein. Weil viele Häuser in Wildeshausen auf Pfählen gegründet seien, dürfe die Wasserhöhe nicht abgesenkt werden.

Für den Erhalt des E-Werk-Betriebes sprach sich Rainer Kolloge (UWG) aus. In Zeiten des Klimawandels könne niemandem mehr klar gemacht werden, dass ein Wasserkraftwerk zur regenerativen Stromerzeugung stillgelegt werde. Das Kraftwerk produziert laut NLWKN maximal 230 Kilowatt pro Stunde. Mit der Strommenge könne ein Tesla 3 einen Tag lang fahren.

Die Familie Rebentisch hat das denkmalgeschützte Wasserkraftwerk seit 1983 gepachtet. Im Kraftwerk sind zwei Turbinen in Betrieb, die laut Christine Rebentisch jährlich im Durchschnitt eine Million Kilowattstunden Strom liefern können. Mit dieser Menge könnten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes jährlich rund 300 Zwei-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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