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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eine Entscheidung über Zukunft der Kreisstadt

19.07.2018

Wildeshausen Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO), redete nicht lange um den heißen Brei herum. Es sei für das geplante Gewerbe- und Industriegebiet Wildeshausen-West. „Es geht hier um die Zukunft der Kreisstadt.“ Diese könne sich keine Abwanderung erlauben.

Aschoff und der städtische Wirtschaftsförderer Claus Marx waren von der Senioren-Union der CDU eingeladen worden, um „die Grundlage für eine sachliche Diskussion“ über Gewerbegebiete zu schaffen, wie es Vorsitzender Hans-Henning Sturm formulierte. Das Interesse war groß. Unter den 40 Gästen waren auch der Kreistagsabgeordnete Eduard Hüsers (Grüne) und Marianne Steinkamp vom Nabu Dötlingen-Wildeshausen.

Aschoff appellierte, vor allem die Autobahn für die wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen. Er fordere seit langem einen ein Kilometer breiten Streifen an beiden Seiten der Autobahn für Gewerbebetriebe. „Da werden wohl eher Vorranggebiete für Wölfe kommen“, unkte er. Weitere Punkte aus Aschoffs Sicht, die für Wildeshausen-West sprechen: Die Förderung des Landes läuft nur bis 2020. Die Bodenpreise würden nicht billiger. Und: Die Fläche an der Autobahn-Auffahrt Wildeshausen-West sei gut geeignet.

In einem ersten Schritt will die Stadt in Wildeshausen-West netto 22 Hektar Gewerbe- und Industriefläche entwickeln. „Wir werden das nicht durchpeitschen“, kündigte Marx eine bedarfsgerechte Erschließung an. Für den Eingriff in den Naturhaushalt werde es einen adäquaten Ausgleich geben. Die Stadt habe mit Waldgutachten und Biotop-Kartierung bereits umfangreiche Vorarbeiten gemacht, so Marx auf Nachfrage des Ratsherrn Stephan Rollié (CDW-Fraktion). Dessen Fraktionskollege Jens-Peter Hennken wies darauf hin, dass die Politik die Entscheidung für Wildeshausen-West getroffen habe. Die ersten Gelder für den Ankauf der Flächen, die bislang nicht im Eigentum der Stadt seien, stünden bereit. Wildeshausen-West soll, so Hennken, vornehmlich entwickelt werden, um Wildeshauser Firmen eine Perspektive zu bieten.

Hüsers wiederum regte an, Großenkneten und Wildeshausen sollten, begleitet von der WLO, den „Metropolpark Hansalinie“ in Ahlhorn gemeinsam entwickeln. Auf dem ehemaligen Fliegerhorst gebe es eine Fläche von 120 Hektar, die sich nur gewerblich nutzen lasse. „Wir haben keine Angst vor der Zusammenarbeit“, sagte Marx. Allerdings sei vielen heimischen Firmen die Anfahrt nach Ahlhorn zu weit. Und der Platz im neuen Gewerbegebiet Hockensberg reiche nicht aus. Wann der erste Spatenstich für Wildeshausen-West erfolgt, konnte Marx aber nicht sagen: „Sobald wie möglich!“

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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