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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Lebendige City statt Standard-Markt

19.10.2017

Wildeshausen In der Wildeshauser Politik wächst der Widerstand gegen die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Neubau und Erweiterung Rewe Markt“, der an diesem Donnerstag ab 18.15 Uhr den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt beschäftigt. Auf dem Areal am Huntetor, das Rewe gehört, soll ein eingeschossiger Markt neu gebaut werden, der ähnlich positioniert ist wie der jetzige. Auf der Fläche links daneben, wo vor anderthalb Jahren das Gasthaus Wolters abgerissen wurde, ist ein Parkplatz mit 91 Stellplätzen geplant.

Nachdem Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger bereits ihre Bedenken aus städtebaulicher Sicht angemeldet hat (die NWZ berichtete), äußert nun auch der unabhängige Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff Kritik an dem geplanten „halbgeschossigen Bauvorhaben in Schaufensterlage“. Es könne nicht sein, dass die Verwaltung mit dem Investor Absprachen treffe, ohne den Rat einzubeziehen. Die vorgestellte Planung stehe in krassem Widerspruch zum Ergebnis der Stadtkonferenz „Wildeshausen 2030“ und müsse deshalb eingehend überprüft werden. Bemerkenswert sei, dass städtebauliche Alternativen bislang völlig fehlten.

Statt eines großräumigen Parkplatzes stellt sich der unabhängige Ratsherr eine geschlossene Baufront und ein mindestens zwei- bis dreigeschossiges Gebäude vor. „In dieser Stadtnähe ist ein eingeschossiger Zweckbau nicht akzeptabel, wenn gut 100 Meter weiter ein sechsgeschossiger Hotelbau entstehen soll“, kritisiert er.

Ein mehrgeschossiger Bau biete oberhalb der Verkaufsfläche genügend Platz für ein Hotel oder für Wohnungen „zur Deckung des Bedarfs von Bevölkerungsgruppen mit besonderen Wohnraumversorgungsproblemen.“

In die gleiche Kerbe schlägt CDU-Ratsherr Jens-Peter Hennken. Er regt eine gemeinsame Diskussion an, „wie wir diese exponierte Lage für unsere Stadt effektiver als durch einen eingeschossigen Standard-Supermarkt nutzen können.“

So könnte sich auch Hennken ein mehrgeschossiges Gebäude zur Aufnahme eines Hotels oberhalb des Supermarktes vorstellen: „Die Grundfläche eines neuen Rewe-Markts könnte das Fundament für ein großes, zentrumnahes Hotel mit einem schönen Dachgarten und/oder überdachtem Atrium sein.“

Eine weitere Alternative seien „kleine, altersgerechte und barrierefreie Wohnungen für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte“. Durch die Schaffung von zentrumsnahen Wohnungen stärke man auch die Kaufkraft für die Innenstadt und erhöhe die Attraktivität für den Einzelhandel sowie die Gastronomie. „Durch das ,Wohnen im Zentrum’ unterstützen wir eine ,lebendige Innenstadt’“, so Hennken abschließend.

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