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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Zukunftskonzept für historische Schätze

13.01.2018

Wildeshausen In der Debatte um den Erhalt historischer Gebäudesubstanz in der Wildeshauser Innenstadt hat Bürgermeister Jens Kuraschinski ein Zukunftskonzept angemahnt. Die Kreisstadt treffe in der Regel zwar Vorkehrungen nach der sogenannten Bauerhaltungssatzung. Doch hätten sich diese oft als „zahnlose Tiger“ herausgestellt. Kuraschinski kündigte am Freitag ein Konzept mit ergänzenden Regelungen an, die auch greifen würden. Darüber hinaus sollte sich die Stadt mehr finanziell engagieren, was den Erhalt solcher Gebäude, Fassaden oder Traufgassen betrifft.

Kuraschinski: „Ich kann mir vorstellen, dass Teile des im Haushaltsplan 2018 eingestellten Wirtschaftsförderungsbudgets hierfür gezielt eingesetzt werden, damit der Erhalt finanziell unterstützt wird. Die entsprechenden Beratungen hierzu werden alsbald angestoßen.“

Zum Hintergrund: Über den Erhalt der alten Lohgerberei, die nicht unter Denkmalschutz steht, ist eine heftige Debatte entbrannt. Eine Erbengemeinschaft möchte auf dem gut 2000 Quadratmeter großen Areal in bester Citylage ein modernes Wohn- und Geschäftshaus errichten, das von der Huntestraße bis hin zum Gildeplatz reicht. Der Eigentümer wollte sich am Freitag auf NWZ-Anfrage nicht näher zu den Plänen äußern.

Kuraschinski ging auch auf das von einer Expertengruppe unter Regie des Stadtmarketings entwickelte Nachnutzungskonzept zum alten Feuerwehrhaus mit einem Urgeschichtlichen Zentrum (UZW) ein. „Wildeshausen und die Region benötigen sicherlich einen Wegweiser, auf den wir die nächsten Jahre setzen können und der die Stadt sowie das Umfeld insbesondere im touristischen Bereich weiter voranbringt“, so der Bürgermeister. Die entscheidende Frage sei aber: „Wie viel UZW kann sich die Stadt überhaupt leisten?“ Vor dem Hintergrund vieler Projekte gelte es abzuwägen, ob sich die Stadt eine Einrichtung „in der vorgelegten Dimension“ überhaupt auf Dauer leisten könne. Dies betreffe insbesondere die Folgelasten, auch wenn eine große ehrenamtliche Unterstützung der Vereine zu erwarten sei.

Derzeit würden Sondierungsgespräche geführt, ob es Kooperationspartner, Fördermittel oder Sponsoren für das Projekt gibt. Die genauen Kosten trage gerade das Baudezernat zusammen. Leider weise das Gebäude im Nahbereich der Hunte Risse auf. Geprüft werden müsse, ob und inwieweit das Gebäude den gestellten Anforderungen statisch auf Dauer gerecht werden könne, ohne dass künftig weitere Kosten auf die Stadt zukommen, erklärte Baudezernent Manfred Meyer.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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