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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Investition In Wildeshausen: Becken abgerissen – Großer Sandplatz mitten in Kläranlage

08.01.2020

Wildeshausen In der Kläranlage Wildeshausen wird in diesem Jahr kräftig investiert. Rund 1,1 Millionen Euro stehen im Haushaltsplan unter dem Posten „Verschiedene Maßnahmen der Abwasserbeseitigung“. Darunter fallen auch Projekte wie die Sanierung des Schmutzwasserkanals im Bauernmarschweg oder der Bau eines Regenwasserrückhaltebeckens zwischen Bargloyer Straße und Bürgermeister-Müller-Barg­loy-Straße. Größte Maßnahme auf dem Gelände des Klärwerks selbst ist der Bau eines neuen Sozialgebäudes.

Die Ausschreibung für das Haus mit Umkleiden, Wasch- und Nebenräumen auf einer Fläche von gut 100 Quadratmetern soll bald erfolgen. „Baubeginn könnte dann vielleicht noch im letzten Quartal sein“, sagt Klärwerkleiter Matthias Schnieder (49). Das Gebäude steht künftig direkt am Blockheizkraftwerk, so dass dessen Abwärme genutzt werden kann. Die Stadt habe sich entschlossen, keine weiteren Mittel in die Sanierung des derzeitigen Sozialgebäudes aus dem Jahr 1976 zu stecken. Nach dem Umzug solle dort vielmehr der Keller zurückgebaut werden.

Viel Verkehr herrschte vor der Jahreswende auf dem Klärwerksgelände: Lastwagen brachten Erde aus den nahe gelegenen Marschwiesen und rund 2500 Kubikmeter Füllsand in den nördlichen Bereich. Dort wurden in den vergangenen Jahren vier große Becken, darunter zwei Nachklärbecken Baujahr 1961, weggerissen. Ein Teil der Fläche soll nun gepflastert werden, kündigt Schnieder an, der Rest werde begrünt. Ohnehin müsse ein Teil des Pflasters, größtenteils fast 45 Jahre alt, wegen Versackungen ausgetauscht werden.

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Saniert haben die Fachleute zudem eines der beiden Nachklärbecken, die jeweils einen Durchmesser von 33 Metern haben. „Im Normalbetrieb reicht ein Becken aus“, so Schnieder. Allerdings sei bei Starkregenereignissen oder einem weiteren Ausbau der Anlage das zweite Becken erforderlich. „Wir müssen auf Sicherheit bauen.“ Über Belüfter, die aussehen wie große Rechen, wird dem Abwasser-Belebtschlamm-Gemisch ausreichend Sauerstoff zugeführt, um den für die biologischen Abbauprozesse notwendigen Bedarf der Mikroorganismen zu decken. Die Bakterien brechen das Nitrat zu Stickstoff auf, wie Schnieder erklärt. Mittelfristig sei geplant, beide Nachklärbecken miteinander zu verbinden. In einem Becken solle dann das Nitrat abgebaut werden, im zweiten das Ammonium und weitere Verschmutzungen. Die Grube für die notwendige Pumpstation ist bereits fertig. Zwei neue Pumpen, die jeweils 500 Kubikmeter Wasser pro Stunden bewegen können, werden bald eingebaut.

Insgesamt drei von insgesamt 15 Pumpwerke auf der Anlage werden in 2020 saniert. Auch soll noch in diesem Jahr die Tuchfiltration für Mikroplastik installiert werden. Ein Probelauf war 2018 erfolgreich. Die für Wildeshausen benötigte Anlage soll 400 m³ pro Stunde schaffen.

Die Entsorgung des Klärschlamms, immerhin rund 300 Tonnen Feststoff, erfolgt seit zwölf Jahren über die Bremer Hansewasser. Seit Anfang des Jahres darf die Wildeshauser Kläranlage den Schlamm, der über Bremen in die Hamburger Verbrennungsanlage transportiert wird, aber nur noch in gepresster Form abgeben. Hier beraten das Verantwortlichen, wer der Abtransport in Containern künftig übernimmt. Schnieder schloss nicht aus, dass ein externer Dienstleister eingeschaltet werde. Im April werde voraussichtlich die erste Abfuhr dieser Art erfolgen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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