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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kaum noch Hasen auf unseren Feldern

15.03.2019

Wildeshausen Die Veränderungen in Natur und Landschaft lassen die Sorgenfalten der Jäger größer werden. Die Auswirkungen seien unter anderem bei Fasan zu sehen, wie Hegeringleiter Willi Möser am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings Wildeshausen im Gasthaus Schönherr in Düngstrup erklärte. Die Fasanenstrecke sei mit 176 (2017: 121) auf niedrigem Niveau stabil geblieben. Einige Reviere verzichteten schon ganz auf die Bejagung. Zum Vergleich: Im Jahr 1989 lag die Fasanenstrecke bei rund 1600.

Möser wies auf jüngste Forschungsergebnisse hin: „Es konnte gezeigt werden, dass Getreideflächen im Vergleich zu anderen Landschaftselementen wie Wiesen und Brachen sowie Weg- und Grabenrändern sehr wenig Insekten und Biomasse aufweisen.“ Ein ausreichendes Vorkommen sei aber für das Überleben des Niederwilds existenziell. Notwendig sei eine Verbesserung des Lebensraumes. Um weitere Blühstreifen anlegen zu können, hofft die Jägerschaft auf Mittel aus dem neuen Landesprogramm „Lebensraumverbund Feldflur“.

Hegering zeichnet verdiente Jägerinnen und Jäger aus

Drei neue Ehrenmitglieder hat der Hegering Wildeshausen: Dr. Reinhard Gehring, Dietrich Müller und Hans Günter Voss. Die Voraussetzungen für eine Ehrenmitgliedschaft: älter als 80 Jahre und mindestens 40 Jahre in der Jägerschaft. 19 Ehrenmitglieder gibt es schon.

Die Wildhegespange des Deutschen Jagdverbandes erhielt Maik Plate. Er hat in den vergangenen Jahren viel fürs Niederwild getan und in seinem Revier unter anderem Blühstreifen angelegt.

50 Jahre sind Wolfgang Mausolf und Josef Meyer im Hegering Wildeshausen. Günter Meith ist seit 40 Jahren aktiver Jäger.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Reinhard Böddecker, Hans Egon Elders, Werner Kadur, Björn Kosten, Cordula Kramer, Jörg Kramer, Edmund Riks, Ina Rüdebusch, Norbert Scheffler, Kai Vahrenhorst, Olaf Steinemann, Ulrich Kramer, Hartmut Rinne und Gerrit Knocke mit einer Treuenadel geehrt.

Auch die Kaninchenpopulation ist stark rücklaufig: 18 Tiere wurden in der Saison 2017/2018 zur Strecke gebracht. Wegen der „Myxomatose“ (Kaninchenpest) und des neu aufgetretenen Virus RHD könnten sich die Bestände nicht erholen. Gleiches gelte für die Hasenpopulation: 52 Stück wurden zur Strecke gebracht; in der Vorsaison waren es noch 91 Stück. Auch hier sei die Viruserkrankung RHD V2 auf dem Vormarsch.

Der wichtigste Beutegreifer sei weiterhin der Fuchs. 136 Tiere wurden zur Strecke gebracht. Die Nutria, auch Biberratte genannt, würden sich stark ausbreiten. 85 Tiere wurden erlegt (2017: 39). Möser sprach von exponentiellen Steigerungsraten. In Niedersachsen wurden 24 000 Tiere zur Strecke gebracht – 400 Prozent mehr als 2017.

Als „gut“ bezeichnete Möser die Bestände beim Rehwild: 211 Stück wurden zur Strecke gebracht; der Fallwildanteil von 39 Prozent sei zu hoch. Stark bejagt wurden in allen Revieren die Schwarzwildbestände. 28 Tiere (2017: 51) brachten die Jäger zur Strecke. Möser vermute, dass sich die Bestände aufgrund der guten Eichel- und Buchenmast erhöhen werden.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, Karl-Wilhelm Jacobi, zeichnete der Hegeringleiter verdiente Waidmänner und -frauen aus (siehe Info-Box). Der Hegering Wildeshausen hat 149 Vollmitglieder. Drei neue Ehrenmitglieder kamen am Mittwochabend dazu.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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