• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Projekt ist in ganz Europa einmalig“

28.10.2017

Wildeshausen „Dieses Projekt ist mehr als ein Leuchtturm, es ist ein Türöffner und kann damit Schlüsselprojekt für die Stadt, den Landkreis und die gesamte Region werden – wenn nicht sogar aufgrund der Einzigartigkeit des Pestruper Gräberfeldes für den gesamten Nordwesten“, schwärmt Stadtmarketingbeauftragte Daniela Baron von der geplanten Nachnutzung des Wildeshauser Feuerwehrhauses als Urgeschichtliches Zentrum (UZW). Von diesem in „ganz Europa einmaligen Projekt“ werde die ganze Region profitieren.

Gefreut hat sich Baron über das positive Votum des Ausschusses für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur am Donnerstag. Der hatte jedoch nicht nur grünes Licht für die weitere Planung gegeben, sondern auch die Frage nach den Kosten gestellt. Dazu äußern sich die Initiatoren jedoch bewusst noch nicht. „Mit pauschalen Kostenschätzungen haben wir schlechte Erfahrungen gemacht“, verweist Bürgermeister Jens Kuraschinski zum Beispiel auf den Neubau der Feuerwehr in der Pagenmarsch. Vielmehr gehe es jetzt erst einmal darum, verlässliche Zahlen zu ermitteln, Fördergelder zu generieren und Partner zu finden.

„Die entsprechenden Anträge beim Städtebauförderprogramm müssen bis zum 1. Juni 2018 gestellt sein“, ergänzt Baron. Hier könne man mit Zuschüssen in Höhe von zwei Dritteln der Gesamtkosten rechnen. Voraussetzung dafür sei jedoch ein Konzept.

Genau hier habe man mit der aktuellen Planung bzw. der darüber hinaus gehenden Quartiers-Initiative gute Vorarbeit geleistet.

„Die Förderung ist der Schlüssel. Erst dann macht es Sinn, die Finanzierung zu klären und zu schauen, was bei der Stadt hängen bleibt“, so Baron und Kuraschinski übereinstimmend.

Natürlich habe man im Anschluss auch die Folgekosten für den laufenden Betrieb und das Personal im Blick, so der Bürgermeister weiter. Man wisse zum Beispiel jetzt schon, dass der Verkehrsverein bereit sei einzusteigen. „Viel ist da somit schon ehrenamtlich möglich“, so Kuraschinski mit Blick auf die „hervorragende Arbeit von Claudia Olberding und Team“. Auch wenn man noch weitere Partner gewinne, werde die Oberhand jedoch in jedem Fall beim Stadtmarketing liegen.

Das wiederum hofft auf eine grundsätzliche Belebung des Tourismus durch das UZW. „Mit gut 20 000 Übernachtungen pro Jahr liegt Wildeshausen noch unter dem Durchschnitt“, bemängelte Baron. Im gesamten Landkreis komme nur Dötlingen auf mehr als drei Übernachtungen pro Einwohner.

„Wenn wir hier auch nur 40 000 mehr generieren könnten, um ebenfalls diesen Wert zu erreichen, und dann noch die Tagesgäste hinzurechnen, wäre das ein großes Pfund für die Kreisstadt mit Multiplikatoreffekten für die Umgebung“, so Baron.

Weitere Nachrichten:

Feuerwehr | Verkehrsverein