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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Energieverbrauch Im Landkreis Oldenburg: Autobahnen vermiesen CO2-Bilanz

10.09.2019

Wildeshausen /Landkreis Obwohl die Einwohnerzahl im Landkreis Oldenburg von 2011 (125 265) bis 2017 (129 924) gestiegen ist, ist der Energieverbrauch der privaten Haushalte und der Wirtschaft gesunken. Dass der Energieverbrauch mit insgesamt 4,364 Millionen Megawattstunden (MWh) über die Jahre dennoch annähernd gleich blieb, liegt am Verkehr. Der Verbrauch lag 2010 bei 1,727 Millionen MWh, im Jahr 2017 bei 1,895 Millionen MWh. Diese Zahlen hat David Sommer von der Energielenker-Beratungsgesellschaft mbH aus Greven im Struktur- und Wirtschaftsausschuss des Kreistages präsentiert. Es ist die zweite Energie- und CO2-Bilanz für den Landkreis.

Am gesamten Energieverbrauch hat die Wirtschaft einen Anteil von 26 Prozent, die privaten Haushalte von 30 Prozent und der Verkehr von 44 Prozent. Nach Angaben von Sommer taucht Exxon Mobil (Großenkneten) nicht mehr in der Statistik öffentlicher Daten auf, weil das Unternehmen sich selbst versorgt.

Ein wesentlicher Verursacher beim Energieverbrauch sind laut Sommer die Autobahnen 1, 28 und 29, die den Landkreis quasi umschließen. Der Anteil liegt bei 31 Prozent. Auf diesen Verbrauch hätten die Akteure im Landkreis Oldenburg keinen Einfluss. Deshalb habe die Energielenker-Beratungsgesellschaft den Verkehr auch ohne die Autobahnen berechnet. Sein Anteil beträgt 13 Prozent.

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Der Energieverbrauch der Gebäude ist von rund 2,6 Millionen MWh/a auf 2,468 Millionen MWh/a gesunken. Er setzt sich so zusammen: 73 Prozent entfallen auf Brennstoffe (zumeist Erdgas) und 27 Prozent auf Strom.

Der Anteil des Wärmeverbrauchs aus erneuerbaren Energien ist von gut 60 000 MWh (2010) auf fast 90 000 MWh (2017) gestiegen. Holz hat mit 72 809 MWh/a daran den größten Anteil.

Der Stromverbrauch im Landkreis sank von gut 700 000 MWh (2010) auf gut 500 000 MWh (2017). Gleichzeitig stieg der Anteil der regenerativen Stromproduktion (EEG) von 59 Prozent (2010) auf 172 Prozent (2017). Der Anteil des EEG-Stroms am Stromverbrauch in Deutschland betrug 2017 rund 36 Prozent.

Als Beispiel erläuterte Sommer die Energiebilanz der kreiseigenen Liegenschaften. Verbrauchten sie 2010 gut 12 000 MWh, waren es 2017 gut 10 000 MWh. Dabei stieg die Quadratmeterzahl der Gebäude von 90 000 (2010) auf 100 000 Quadratmeter (2017). Der Wärmeverbrauch ging somit um einiges zurück. Ein Grund: Der Landkreis investierte im Laufe der Jahre Millionen in die energetische Sanierung seiner Immobilien. Landrat Carsten Harings wertete die Ergebnisse als Bestätigung für die eigenen Bemühungen des Landkreises.

Trennt man die CO2-Emissionen nach Energieträgern, haben Brennstoffe einen Anteil von 35 Prozent, Strom von 22 Prozent und Kraftstoffe von 43 Prozent. Die CO2-Emissionen liegen bei 1,360 Millionen Tonnen im Jahr.

Auf den einzelnen Bürger im Landkreis Oldenburg umgerechnet, sieht die CO2-Bilanz wie folgt aus: Entfielen 2010 noch 11,5 Tonnen auf jeden Einwohner, waren es 2017 10,5 Tonnen. Damit liegt der Landkreis Oldenburg im Schnitt. In Niedersachsen waren es 2017 rund elf Tonnen pro Kopf, deutschlandweit rund zehn Tonnen.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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