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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Energiewende: Landkreis unterstützt Wasserstoffpläne der EWE

05.02.2020

Wildeshausen /Landkreis Auf Zustimmung gestoßen ist im Struktur- und Wirtschaftsausschuss des Kreistages der SPD-Antrag zur Umsetzung der norddeutschen Wasserstoffstrategie im Landkreis Oldenburg. Der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft könnte laut SPD ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Energiewende sein. Dazu sollte der Landkreis Oldenburg einen Beitrag leisten.

Die anderen Fraktionen im Ausschuss unterstützten die Forderung der SPD, wonach der Landkreis die „Power to Gas“-Strategie der EWE aktiv unterstützen sollte. „Power to Gas“ ermöglicht es, mithilfe von erneuerbarem Strom aus Wasser Wasserstoff zu erzeugen und diesen entweder direkt zu nutzen oder in einem zweiten Schritt zu Methan oder flüssigen Energieträgern weiterzuverarbeiten.

„Eine ländliche Region wie der Landkreis Oldenburg darf sich technologisch nicht abhängen lassen“, betonte Thorre Güldner (SPD). Er solle darauf hinwirken, dass  an zunächst bis zu zwei Standorten im Landkreis eine Wasserstofftankstelle eingerichtet wird. Bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) soll der Kreis darauf drängen, den Einsatz von wasserstoffgetriebenen Zügen auf den Strecken Oldenburg – Osnabrück und Ganderkesee – Hesepe zu forcieren. Gemeinsam mit der Stadt Oldenburg soll der Kreis die LNVG auffordern, den Busverkehr entsprechend umzustellen. Zudem fordert die Fraktion, dass er die Beschaffung von Fahrzeugen für die öffentlichen Fuhrparke vorantreibt und prüft, ob es Fördermittel gibt. „Je eher wir einsteigen, desto besser“, meinte Bernd Bischof (SPD). Das sah auch Eduard Hüsers (Grüne) so.

Wolfgang Sasse (CDU) sprach die logistische Herausforderung an und brachte das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West direkt an der A 1 als Lager für Wasserstoff ins Spiel. Auch Sven Erichsen (AfD) wollte den Weg mitgehen. Wasserstoff sei die Zukunft, da sollte der Landkreis Oldenburg mitmachen.

Wie Hendrik Lüürs von EWE Netz darlegte, will die EWE mit anderen Partnern und öffentlichen Zuschüssen 90 Millionen Euro in das Projekt Wasserstoff-Modellregion investieren. Der Fokus liegt dabei auf einer Wasserstoffinfrastruktur, um den Schwerlast-Verkehr auf saubere Energie umzustellen – zunächst einmal in Bremen und Oldenburg. „Die EWE versteht sich als Koordinator, um aus dem Nordwesten eine Wasserstoffregion zu machen“, so Lüürs.

Der Landkreis hat sich in einer Absichtserklärung zur Unterstützung dieses Projektes bereit erklärt. Er sieht aber angesichts der fortgeschrittenen, konkreten Bemühungen der EWE und Partner davon ab, eigene Planungen zu initiieren. Die Kreisverwaltung sieht die größtmöglichen Entwicklungs- und Erfolgsaussichten vielmehr im Verbund mit allen Partnern der Region. Eine Wasserstofftaktstelle im Landkreis Oldenburg sei durchaus denkbar.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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