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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wilke-Wurst in 37 Betrieben

11.10.2019

Wildeshausen /Landkreis Das Veterinäramt hat bislang 37 Betriebe und 19 Einzelpersonen im Landkreis Oldenburg ermittelt, die Produkte des nordhessischen Herstellers Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH bezogen haben. Wie der Abteilungsleiter Lebensmittelhygiene in der Kreisverwaltung, Dr. Gero Leiner, am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung berichtete, gibt es zudem eine erkrankte Person, bei der Symptome einer Listeriose vorlägen, die Ursache der Erkrankung aber noch unklar sei. Zur weiteren Klärung habe das Veterinäramt eine Wurst- und Fleischprobe aus dem Kühlschrank der erkrankten Person, die von Wilke stamme, zur näheren Untersuchung eingeschickt. Der Erreger vermehre sich auch bei Kühlschranktemperatur.

Wie berichtet, bringen Behörden zwei Todesfälle in Südhessen mit Wilke-Wurst in Verbindung. In den Produkten waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden, die für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein können. Listeriose wird durch Bakterien verursacht, die meist über verunreinigte Lebensmittel in den Körper kommen. Die Erkrankung äußert sich mit Fieber, Hals- und Bindehautentzündungen, Durchfall und Bauchschmerzen. Bei älteren Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem, auch bei Schwangeren und Neugeborenen, ist Listeriose lebensgefährlich.

„Wir bekommen täglich neue Listen, die wir abarbeiten“, sagte Leiner zum Rückrufprozedere. „Deshalb kann nur von einem Zwischenstand gesprochen werden.“ Außerdem recherchiere das Veterinäramt selbst, so seien die 19 Privatpersonen ermittelt worden.

Firmen wie Wilke mit einer EU-Zulassung müssten über ein Rückrufsystem verfügen. „Über das EU-weite Schnellwarnsystem erhalten wir Warnmeldungen“, erklärte Leiner. So sei es auch im Falle von Wilke gewesen. Ferner müsse solch ein Betrieb seine Warenflüsse darstellen können – woher kommen die einzelnen Produktbestandteile und wohin gehen sie.

Die Großhändler hätten ebenfalls Listen und arbeiteten mit den Behörden zusammen. So könne nachverfolgt werden, wann welcher Einzelhändler beliefert worden sei. Leiner berichtete von Altenheimen, Pizzerias, Restaurants und Supermärkten. „Wir leisten auch Aufklärungsarbeit; denn es geht um die unternehmerische Verantwortung, dass von den Produkten keine Gefahr ausgeht.“

Der Endverbraucher könne nicht sofort wissen, ob er Fleisch- und Wurstwaren aus dem Unternehmen Wilke gekauft habe. „Nicht immer steht Wilke auf der Verpackung drauf“, so Leiner. Identifiziert werden könne die Herkunft am ovalen Identitätskennzeichen auf der Verpackung. Sie lautet bei Wilke-Produkten: DE EV 203 EG.

Eine Liste mit Marken- und Produktnamen des Unternehmens Wilke wurde veröffentlicht unter


     www.lebensmittelwarnung.de 
Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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