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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Frauen gehen stärker in Führung

27.09.2018

Wildeshausen /Landkreis Die Frauen sind auf dem Vormarsch. Das ist in der jüngsten Kreistagssitzung im Kreishaus in Wildeshausen zwar nicht explizit gesagt worden, jedoch vermittelte der Vortrag von Sabine Scheller vom Personal- und Kulturamt sowie Britta Hauth vom Amt für Arbeit und Soziale Sicherung des Landkreises diesen Eindruck.

Frauen und die Gilde

Kreistagsmitglied Elke Szepanski (Grüne) hat im Zuge des Vortrages das Thema „Frauen und Gilde“ angesprochen. Der Vortrag zeige, dass schon viel erreicht worden, aber noch viel zu tun sei. Sie bat Britta Hauth und Sabine Scheller, das Gespräch mit der Wildeshauser Schützengilde zu suchen. Sie empörte sich darüber, dass nur Männer der Gilde aktiv beitreten können.

Dass dies geschichtliche Ursachen habe, brachte Detlef Sonnenberg (SPD) ein. Franz Duin (SPD), Gilde-Oberstleutnant, betonte, dass Frauen bei den Gilde-Veranstaltungen, beispielsweise dem Schaffermahl, immer eingeladen seien. Der Einladung zum Schaffermahl sei Szepanski zu ihrer Zeit als Bürgermeisterin der Gemeinde Hatten laut eigener Aussage nie gefolgt.

Die beiden beleuchteten in einem 40-minütigen Vortrag, wie sich die Gleichstellung unter den Beschäftigten der Kreisverwaltung in den Jahren 2015 bis 2017 entwickelte. Von insgesamt 663 Mitarbeitern am 1. Januar 2015 waren 436, also die Mehrheit, weiblich. Am 31. Dezember 2017 waren von 729 Mitarbeitern 491 Frauen gezählt worden. Der Frauenanteil betrug also mehr als 65 Prozent.

Die Kreisverwaltung zeigt ein breites Spektrum von Angeboten, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern und erleichtern, wie zum Beispiel Teilzeit- und Telearbeit, flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung in der Betriebskrippe Lütte Lü, zählte Scheller Vermutungen auf, weswegen der Frauenanteil höher gewesen sei.

In der Führungsetage tut sich ebenfalls etwas: Ende 2014 waren zwei Frauen in Amtsleitung und sechs Frauen in stellvertretender Funktion gezählt worden. Stand Ende 2017: Von 15 Amtsleitern waren vier weiblich, außerdem gab es neun Stellvertreterinnen.

Wenig Veränderungen gab es im genannten Zeitraum im mittleren, gehobenen und höheren Dienst unter den Beamten. Eine stärkere Veränderung hingegen ist bei einem Vergleich zu 2012 festzustellen: Zu Beginn des Jahres 2012 betrug der Frauenanteil im höheren Dienst 23,08 Prozent. 2015 lag er bei 42,86 Prozent, 2017 bei 52,94 Prozent.

Kaum Unterschiede gibt es in den Beschäftigtengruppen, Sozial- und Erziehungsdienst ausgenommen. Im einfachen und mittleren Dienst arbeiten nach wie vor deutlich mehr Frauen. Im einfachen Dienst waren am 31. Dezember 2017 von 102 Beschäftigten 98 Frauen, im mittleren Dienst von 212 Beschäftigten 147 Frauen.

Ebenso sieht es im Sozial- und Erziehungsdienst aus: Im mittleren Dienst arbeiten ausschließlich Frauen (Stand 2017: 14), im gehobenen Dienst sind es 73 Frauen von 91 Beschäftigten.

Auf die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ging Britta Hauth ein. Um die Gleichstellungsarbeit zu fördern (Veranstaltungen, Zuschüsse für Maßnahmen und Aktionen etc.) stehen jährlich 12 000 Euro Haushaltsmittel zur Verfügung. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises ist Dorothea Debbeler.

Die Präsentation stieß bei den Kreistagsabgeordneten auf positive Resonanz. Dass die Gleichstellung weiterhin vorangetrieben werden müsse, war ebenfalls einhellige Meinung.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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