• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bauern im Landkreis Oldenburg warten auf Dürrehilfe

23.01.2019

Wildeshausen /Landkreis Über das Procedere kann Bernhard Wolff nur den Kopf schütteln: „Da wurde eine Menge Papier bewegt“, sagt der Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands. „Schnelle Hilfe ist etwas anderes.“ Die Rede ist von der sogenannten Dürrehilfe. Bislang seien nur wenig Betriebe in den Genuss des Geldes gekommen, heißt es bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Nach den Ernteausfällen im trockenen Sommer 2018 wollten Bund und Land landwirtschaftliche Betriebe unterstützen, die in ihrer Existenz gefährdet sind. Bundesweit seien rund 8000 Anträge gestellt worden, davon allein 4600 in Niedersachsen, wie Dr. Clemens Hackstedt von der Bezirksstelle Oldenburg-Süd der Landwirtschaftskammer in Cloppenburg berichtet. Die Antragsfrist endete am 30. November 2018. Lediglich 87 Anträge seien bislang in Niedersachsen bearbeitet worden. „Für das Verfahren gibt es kein Muster“, sagt Hackstedt. Viele Fragen seien erst im Laufe der Antragsbearbeitung aufgekommen.

Landwirte haben Anspruch auf Beihilfe, wenn sie im Vergleich zum Vorjahr mindestens 30 Prozent weniger geerntet haben, erklärt Andreas Ratjen von der Landwirtschaftskammer in Huntlosen. Zudem müsse der entstandene Schaden existenzgefährdend sein. Jedes Unternehmen könne maximal 500 000 Euro an Dürrehilfe bekommen. Die durchschnittliche Auszahlung je Antrag liege in der Größenordnung von 20 000 Euro. Insgesamt stehen in Niedersachsen 35,6 Millionen Euro zur Verfügung. Hackstedt zufolge würden zunächst nur 40 Prozent der beantragten Summe an die Betriebe ausgezahlt werden. „Wir wissen nicht, ob das Geld reicht.“ Ursprünglich habe das Land mit 2000 Anträgen gerechnet. Tatsächlich gingen mehr als doppelt so viele ein.

Im Bereich des Landkreises sowie der Städte Delmenhorst und Oldenburg wurden rund 50 Anträge auf Dürrehilfe gestellt, so Hackstedt. Aus dem Kreis Cloppenburg gab es 140 Anträge. 168 waren es im Landkreis Vechta. Das sei etwa jeder zehnte Betrieb im Nachbarkreis.

Von einem „ungerechten System“ bei der Mittelvergabe spricht auch Wildeshausens Ortslandwirt Franz-Josef Dasenbrock. In dem Verfahren würden Buchabschlüsse und Einkommensbescheide aus drei Jahren geprüft. Selbst das Einkommen der Ehepartner werde berücksichtigt. Der Grad der Betroffenheit war je nach Standort sehr unterschiedlich, weiß auch Fachgruppenleiter Hackstedt. Wer hohe Ertragsverluste auf Sandböden hatte, könne das leichter dokumentieren als Einbußen beim Futtermittelanbau. Dabei seien gerade viele Milchviehhalter gezwungen, mehr Futter als sonst zu kaufen oder ihre Tiere früher als üblich zu verkaufen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2701
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.