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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bauern vermissen einen fairen Ausgleich

13.02.2018

Wildeshausen /Landkreis Jeder dritte Landwirt in Niedersachsen erhält künftig weniger Geld. Der Grund: Die sogenannte Weideprämie soll entfallen – angeblich, weil die neue Landwirtschaftministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) es versäumt habe, die Mittel rechtzeitig für den Nachtragshaushalt 2018 anzumelden. Falsch, sagt dagegen Jürgen Seeger, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Oldenburg. Diese Prämie sei für die meisten Milchviehhalter relativ unattraktiv.

Viel interessanter sei für die Bauern in der Region die sogenannte „Ausgleichszulage“. Bis zum Jahresende flossen fast 30 Millionen Euro. Mit der „Ausgleichszulage“ sollen Betriebe gefördert werden, die Dauergrünland in benachteiligten Gebieten in Niedersachsen bewirtschaften.

Die „Ausgleichszulage“ wird nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover degressiv in drei Stufen gewährt und beträgt
  45 €Euro pro Hektar für die Flächen bis einschließlich 30 Hektar.
 35 €Euro/ha für die Flächen über 30 ha und bis einschließlich 50 ha.
 25 €Euro/ha für die Flächen über 50 ha und bis einschließlich 100 ha.

Maßgeblich sei das im Sammelantrag angegebene Dauergrünland. Damit betrage die „Ausgleichszulage“ pro Landwirt höchstens 3300 Euro, heißt es.

Seeger zufolge sollen Betriebe gefördert werden, die naturbedingt unter schlechten Bodenverhältnissen zu leiden haben. Dafür würden sogenannte „Bodenpunkte“ vergeben. Betriebe, die „magere“ Sandböden bewirtschaften, würden stärker gefördert als jene, die „fette“ Grünlandflächen für ihr Vieh nutzen. Das Landwirtschaftsministerium habe eine Karte mit erheblich benachteiligten Gebieten entwickelt. Von der „Ausgleichszulage“ profitieren Seeger zufolge Landwirte in zahlreichen Gemeinden, darunter Großenkneten und Ganderkesee.

Dagegen gehe die Weidelandprämie auf eine Vereinbarung zwischen dem damaligen Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) und dem früheren Agrarminister Christian Meyer (Grüne) zurück. Danach sollte auch in diesem Jahr eine Förderung in Höhe von 60 Euro pro Kuh sowie von 20 Euro pro Schaf oder Ziege gezahlt werden. Das Budget habe aber nicht ausgereicht. Auch der bürokratische Aufwand sei sehr groß gewesen, erklärt Seeger. Der Kreislandwirt hält in seinem Familienbetrieb selbst 65 Kühe, die mindestens 180 Tage pro Jahr auf der Weide stehen.

Seeger setzt zudem darauf, dass so schnell wie möglich wieder eine handlungsfähige Bundesregierung ins Amt kommt. Derzeit lägen viele EU-Förderprogramme auf Eis, weil die Kofinanzierung nicht geregelt oder das Antragsverfahren unklar sei. Davon sei der Agrarsektor besonders betroffen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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