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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Nitratbelastung weiter auf hohem Niveau

20.03.2019

Wildeshausen /Landkreis Die Nitratkonzentration an ausgewählten Messstellen im Landkreis Oldenburg ist unverändert hoch. Das geht aus dem Zwischenbericht des vom Kreis beauftragten Ingenieurbüro Geries (Zeven) hervor, das Tiefensondierungen und sogenannte N2/Ar-Messungen vorgenommen hat.

Aufgrund der geringen Erntemengen im Vorjahr ergebe sich auf vielen Flächen ein höheres Stickstoffsaldo, sagte Agrar-Ingenieur Bernd Masthoff am Dienstag im Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschuss des Landkreises. „Wir müssen abwarten, was im Herbst 2019 in tieferen Schichten ankommt.“

In Kooperation mit dem Kreislandvolk wurde 2017 ein Projekt gestartet, bei dem zusätzlich mehrere Flächen und zehn Brunnen besonders beprobt werden. „Das Projekt ist nur möglich, weil Landwirte freiwillig mitmachen“, erläuterte Dieter Hahn, Leiter des Amtes für Bodenschutz und Abfallwirtschaft. Alle Landwirte hätten ein starkes Interesse an einer Verbesserung der Wassergüte. Ziel des Projekts sei eine bessere Datengrundlage. Der Kreis hat ohnehin schon ein Netz von 56 Brunnen, um das Grundwasser zu prüfen.

Masthoff ging in seiner Analyse auch auf Trinkwassermengen und Bodenversickerung ein. Seine Faustregel: „Je gröber die Bodenart, umso höher die Verlagerungsstrecke.“ So durchlaufe das Oberflächenwasser bis zu 2,65 Meter im Jahr. Masthoffs Fazit: In fünf der zehn untersuchten Messstellen wurden hohe Nitratgehalte infolge der intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung festgestellt; im Maximalfall 150 mg Nitrat pro Liter. „Die Ergebnisse erlauben teilweise den Rückschluss, dass die Düngungshöhen für die Standorte entweder zu hoch bemessen oder die Düngung zum falschen Zeitpunkt erbracht wurde.“

Als „sehr wichtig“ bewertete Franz-Josef Dasenbrock, der Vertreter des Landvolks im Ausschuss, die Untersuchung. Die Forschung müsse fortgesetzt werden. „Wir wollen wissen, was im Boden passiert. Darauf können wir reagieren.“ Johannes Hiltner (Grüne) wies auf die geplante Verschärfung des Düngerechts hin. Es müssten Alternativen her. Reinhold Schütte (Grüne) und Andrea Oefler (SPD) hakten nach, ob mehr Messpunkte notwendig seien; zumal die landwirtschaftlichen Betriebe immer transparenter würden. Das verneinte Hahn. Der Kreis unterhalte mittlerweile 60 Messstellen, die durchaus repräsentativ für das Kreisgebiet seien. „Wir können nicht den Kreis mit Brunnen durchlöchern.“ Bewusst halte man sich aus den Wasserschutzgebieten, in de­nen der OOWV seine Brunnen unterhalte, heraus. Es gehe vielmehr um einen Bewusstseinswandel und den sensiblen Umgang mit den Böden.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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