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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ab Frühjahr klingeln im Kreis Oldenburg die Monteure

19.08.2019

Wildeshausen /Landkreis Die Erdgasumstellung auf H-Gas startet in der Region von Wildeshausen ab Frühjahr 2020. Das teilt das Unternehmen EWE Netz GmbH jetzt mit.

Verbraucher in Wildeshausen, inklusive Prinzhöfte, Harpstedt, Großenkneten, Winkelsett, Beckeln, Groß Ippener, Dünsen, Colnrade und Kirchseelte erhalten dann Besuch von Gasmonteuren. In Hude sowie Ganderkesee sind Gasmonteure für das Projekt bereits seit einigen Wochen aktiv. Ab Herbst dieses Jahres werden sie im Raum Dötlingen/Hatten mit Besuchen starten, in der Region Wardenburg erst ab 2022. Rund 700 000 Erdgasgeräte in der Region müssen umgestellt werden.

Geräte anpassen

Das Unternehmen informiert darüber, was Verbraucher wissen sollten. Kunden würden in der Regel zwei Besuche von EWE Netz bekommen: Beim ersten erfasse man alle im Gebäude vorhandenen Erdgasgeräte. Im Hintergrund bestelle das Unternehmen dann für die Kunden und deren Geräte die individuellen Materialien. Rund ein Jahr später erfolge der zweite Besuch. „Hier passen wir die Geräte so an, dass sie das H-Gas sicher und sauber verbrennen können“, ergänzt der zuständige Projektleiter Kai Janßen.

Warum wird umgestellt?

Auslöser für das Großprojekt ist ein zunehmendes Schwinden der Förderkapazitäten des L-Gases in den Niederlanden, informiert die EWE Netz. Hinzu kommen in den Niederlanden Erdbeben, bei denen niederländische Experten die Erdgasförderung als Verursacher ausgemacht haben. Das alternative H-Gas stammt vorwiegend aus Norwegen, Russland und Großbritannien.

Bei den zwei Gassorten liegt der Unterschied im Energiegehalt: H-Gas (High Calorific Gas) hat einen höheren Methangehalt und setzt daher bei der Verbrennung mehr Energie frei als L-Gas (Low Calorific Gas).

Grundsätzlich entstünden für den Kunden keine direkten Kosten für das Anpassen ihrer Geräte an das H-Gas. Ausnahme: „Wenn wir feststellen, dass ein Gerät eine Reparatur oder eine Wartung braucht, dann muss der Kunde das wie gewohnt selber beauftragen und bezahlen, es ist ja sein Eigentum und somit für einen gewarteten Zustand verantwortlich“, so Janßen.

Zugang verschaffen

Und wenn ein Kunde die Gasmonteure nicht auf sein Grundstück lässt? Dann sei das Unternehmen berechtigt, sich mit Unterstützung von Behörden Zugang zum Gasgerät zu verschaffen. Hierdurch entstünden Kosten, die der Kunde selber tragen müsse. Janßen: „Sollte ein Gasgerät noch auf das L-Gas eingestellt sein, aber mit H-Gas versorgt werden, könnte für die Kunden eine Gefahr entstehen, zum Beispiel durch das Atemgift Kohlenmonoxid.“

Trickbetrüger könnten sich als falsche Gasmonteure ausgeben und bei Verbrauchern ihr Glück versuchen. EWE Netz habe daher zahlreiche Maßnahmen ergriffen: Zum Beispiel nenne EWE Netz in den Briefen eine persönliche Kundennummer. Nur der beauftragte Gasmonteur kenne diese und werde sie an der Tür immer nennen. Echte Gasmonteure würden zudem vor Ort niemals Geld verlangen.

„Mit der bereits gemachten Erfahrung bei der Erdgasumstellung können wir sagen, dass wir insgesamt über 98 Prozent aller Kunden-Geräte erfolgreich an das alternative H-Gas anpassen können“, freut sich Janßen. EWE Netz habe aber feststellen müssen, dass sich Gasgeräte, die vor 30, 35 oder sogar 40 Jahren installiert wurden, in vielen Fällen nicht mehr anpassen lassen würden. „Häufig gibt es den Hersteller des Gerätes heute nicht mehr, dann kann uns dieser auch kein Material mehr liefern.“ Eine letzte Möglichkeit: „Kunden können bei ihrem Installateur und Heizungsbauer nachfragen und auf eigene Verantwortung anpassen lassen. Der Kunde kann den Installateur seines Vertrauens dann auch direkt damit beauftragen, das Gerät an H-Gas anzupassen. Grundsätzlich muss ein Kunde aber immer abwarten, bis wir vor Ort waren und sein Gasgerät erfasst und geprüft haben.“

Viele der „Uralt-Geräte“ seien zudem häufig in einem Zustand, in dem sie die Arbeiten durch einen Gasmonteur nicht mehr vertragen würden. „In vielen Fällen sind es leider die Verschleißteile, die Probleme machen“, erklärt Janßen. Für diese Teile gebe es in der Regel keinen Ersatz mehr. Und wenn sich das Eigentum des Kunden nicht an H-Gas anpassen lässt? „Glücklicherweise sind davon nur äußerst wenige Kunden betroffen. Diese Kunden müssen sich dann leider auf eigene Kosten einen neuen Gasherd oder eine neue Heizung kaufen.“

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