• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bahnhof in Hude wichtiger Knotenpunkt

14.02.2019

Wildeshausen /Landkreis Der Landkreis Oldenburg will das Wunderline-Projekt unterstützen und mit den anderen Anrainerkommunen vorantreiben. Das grenzübergreifende ÖPNV-Projekt verfolgt das Ziel, die Bahnverbindung Groningen-Leer-Oldenburg-Bremen zeitlich zu verkürzen. Der Struktur- und Wirtschaftsausschuss des Landkreises hat sich am Dienstagabend einmütig dafür ausgesprochen, dass Landrat Carsten Harings die Absichtserklärung unterzeichnet. Der Kreis setzt sich dann dafür ein, die Anschlussmobilität der Bahnhöfe in der Region zu verbessern. „Nur so kann die Wunderline ihr volles Potenzial entfalten“, sagte Projektleiter Tjeerd Postma, der die geplante Zugverbindung zusammen mit seiner Kollegin Dr. Bettina Fabich im Kreishaus in Wildeshausen vorstellte.

Mehrere Bahnhöfe

Der Landkreis Oldenburg liegt zwischen Oldenburg und Delmenhorst mit mehreren Bahnhöfen an der Strecke: Wüsting, Hude, Bookholzberg, Schierbrok und Hoykenkamp. Untersucht wurde nach Darstellung von Postma aber nur der Bahnhof Hude, weil er eine Knotenpunktfunktion hat. Dort treffen auch die Züge aus Brake und Nordenham ein. Unter anderem gehe es in Hude darum, die Aufenthaltsqualität (Gastronomie, Wetterschutz, W-LAN, Toiletten, Unterhaltung, Beschilderung) auf dem Bahnhof zu erhöhen und die Taktungen der Busverbindungen inklusive Fahrkartenverkauf zu optimieren.

128 Millionen Euro für die Wunderline

Deutschland und die Niederlande wollen 128 Millionen Euro in den Ausbau der Bahnstrecke von Groningen nach Bremen investieren. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten Bremen, Niedersachsen und die Provinz Groningen.

Ins Auge gefasst ist ein Ausbau der als Wunderline bezeichneten Grenzverbindung in zwei Stufen, wobei die Fahrzeit von 2:43 Stunden auf 2:11 Stunden gesenkt werden soll. Derzeit ist der Verkehr auf der Strecke wegen der Ende 2015 von einem Frachtschiff zerstörten Friesenbrücke unterbrochen.

Die Friesenbrücke soll bis 2024 durch einen Neubau ersetzt werden. Vereinbart ist, dass zusätzlich zu dem einmal pro Stunde pendelnden Regionalzug zwischen Groningen und Leer alle zwei Stunden ein Regionalexpress eingesetzt wird, der nur an einigen Stationen hält und bis Bremen durchfährt.

„Das Projekt bringt unsere Region weiter“, sagte Lara Molde (SPD). Groningen sei schon heute ein wichtiger Studienort für junge Leute. Auch Eduard Hüsers (Grüne) lobte die Wunderline. „Je mehr wir zusammenarbeiten, desto besser ist das für die Völkerverständigung und Klimaverbesserung.“ Obwohl die Wunderline ein Personenverkehrsprojekt sei, solle auch über ein Güterverkehrskonzept nachgedacht werden.

Diesen Aspekt griff Franz Duin (SPD) auf. Kritiker würden befürchten, dass eine ausgebaute Strecke Groningen-Bremen auch dem Güterverkehr vom Hafen Rotterdam dienen solle. Dem widersprach Postma. Die Strecke liege zu weit im Norden. Zudem böten die Gleiskapazitäten nicht genügend Spielraum. Es sei nur Luft für bis zu acht Güterzüge pro Tag. Das sei nicht interessant.

Wie die anderen Fraktionen sieht auch die CDU positive Effekte für die Region. So führen viele Bürger aus dem Raum Oldenburg zum Einkaufen nach Groningen und umgekehrt. Es gebe auch Verbindungen zwischen den Studienorten Groningen und Oldenburg.

Zweigleisig wäre ideal

Für Dierk Garms (FDP) wäre die Wunderlinie perfekt, wenn die Strecke durchgehend zweigleisig und elektrifiziert sei und es kein Umsteigen in Leer gebe. Dann könne die Fahrzeit von Bremen nach Groningen sogar auf 1:30 Stunden reduziert werden und die Verbindungen Groningen-Amsterdam sowie Bremen-Hamburg ergänzen.

Patrick Scheelje (AfD) hielt es für wichtig, dass das Projekt wirtschaftlich sei. Vernetzt werden müssten nicht nur Niedersachsen und die Provinz Groningen, sondern auch die Menschen auf beiden Seiten der Grenze.

Marion Daniel (FDP) wünschte sich, dass die Wunderline auch an den kleinen Bahnhöfen hält. Doch das ist laut Postma nicht geplant, um die Fahrzeit zwischen Groningen und Bremen von jetzt 2:45 Stunden auf 2:11 Stunden im Jahr 2030 zu reduzieren. Er hält es daher für wichtig, die ÖPNV-Verbindungen zu den Knotenpunktbahnhöfen zu verbessern. Auch dieser Aspekt soll in der geplanten Netzwerkorganisation aller Kommunen als Teil des Themas Anschlussmobilität bearbeitet werden.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2705
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.