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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Elektro-Autos surren durch „Geest Höfe“

11.02.2019

Wildeshausen Diesel-Skandal, Verkehrsstaus, Luftverschmutzung: Wenn es um die Klimabilanz geht, steht auch das Thema Mobilität ganz oben auf der Agenda. Die Wildeshauser SPD möchte, dass die Verwaltung das Thema „Mobilität im ländlichen Raum“ aufnimmt und in Absprache mit den anderen Gemeinden und dem Landkreis weiterentwickelt.

„Ein besonderer Fokus sollte dabei auf der Möglichkeit einer Sozialgenossenschaft oder einer Mitgliedschaft bei bestehenden Zusammenschlüssen liegen“, so SPD-Ratsherr Matthias Kluck.

Vertreter der SPD-Ratsfraktion informierten sich am Samstag über den aktuellen Stand des Wohnprojekts „Geest Höfe“ am Lehmkuhlenweg in Wildeshausen. Dort wäre nach Ansicht der Genossen ein Projekt wie „E-Car-Sharing“ denkbar. Erste Gespräche dazu haben bereits mit dem städtischen Wirtschaftsförderer Claus Marx und Vertretern des Energieunternehmens EWE stattgefunden, wie Olaf Klawonn, Geschäftsführer der VR-Immobilien Wildeshauser Geest GmbH, bei einem Rundgang über das 1,7 Hektar große Areal erklärte. Denkbar wäre, eine Fläche vor dem Blockheizkraftwerk zu pflastern und mit vier Ladesäulen für E-Autos auszustatten. Auch die häusliche Krankenpflege Bellersen & Lohmann, die im Bereich der Geest-Höfe ein Gebäude mit Wohneinheiten für 24 Senioren sowie ein Haus für die Tagespflege samt Büros bauen will, bereite ihre Infrastruktur entsprechend vor. Falls die Fahrzeugflotte auf E-Autos umgestellt werde, lägen die Kabel zu den Ladesäulen schon in der Erde. Klawonns Problem: Vier E-Ladesäulen würden monatlich etwa 1000 Euro kosten. Das sei in der derzeitigen Bauphase betriebswirtschaftlich nicht darzustellen.

SPD-Fraktionschef Stephan Diekmann warnte davor, die gemeinsame Nutzung von E-Autos schlecht zu reden. Das funktioniere in vielen Kommunen schon recht gut. Die Gründung einer Genossenschaft oder eines Vereins wären denkbar. Hartmut Frerichs, SPD-Experte im Bau- und Umweltausschuss, empfahl, das Gespräch mit dem Landkreis zu suchen. Das helfe auch bei der Akquise von Fördermitteln. So konnten im Rahmen des Projekts „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum“ Elektro-Bürgerautos für Dötlingen, Dünsen, Kirchseelte und Ganderkesee beschafft werden. Kluck zufolge werde sich auch die Kreis-SPD mit dem Thema E-Car-Sharing befassen.

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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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