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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Natur: „Heimische Gärten haben viel Potenzial“

20.06.2019

Wildeshausen Um die Verschotterung von Gärten einzudämmen, setzt der Landkreis Oldenburg auf Überzeugungs- und Beratungsarbeit, nicht auf Kontrolle. Das ist am Dienstagabend im Umweltausschuss des Kreistages deutlich geworden. Gleichwohl machte Dezernentin Eva-Maria Langfermann deutlich, dass nach der Niedersächsischen Bauordnung nicht überbaute Flächen der Baugrundstücke Grünflächen sein müssten, die mit Gras, Gehölzen oder auch Zier- und Nutzpflanzen bedeckt sein können. Plattenwege und Pflasterungen dürften – sofern es keine Verkehrswege sind – eine schmale Einfassung von Beeten sein.

Geschotterte Flächen der Gartengestaltung, die nicht als Stellplätze oder Zufahrten (Verkehrsflächen) dienen, sind laut Langfermann nicht Gegenstand des Baugenehmigungs- oder Anzeigeverfahrens und unterliegen damit nicht der bauaufsichtlichen Prüfung.

Um den Beratungsgedanken in den Vordergrund zu rücken, hatte die Kreisverwaltung die Biologin und Landschaftsgärtnerin Kerstin Fischer aus Hude zu einem Vortrag eingeladen. Ihr Thema: „Schottergärten verhindern – Alternativen aufzeigen.“ Fischer ist auch ehrenamtlich für den Naturschutzbund (Nabu) tätig und berät ab und an Bürger, die ihren Garten naturnah gestalten wollen.

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„Alle Flächen privater Gärten in Deutschland sind zusammen ungefähr so groß wie die der Naturschutzgebiete“, sagte Fischer, um auf das Potenzial aufmerksam zu machen. Verschotterte Gärten seien versiegelte Flächen und verhinderten Leben im Boden. Von Artenvielfalt könne keine Rede mehr sein. Mittelfristig seien Schottergärten sogar schwieriger zu pflegen, wenn man ohne Chemie auskommen wolle. Mit der Zeit sammle sich auf dem Schotter Humus, so dass Unkraut wachse. Ein dicht bepflanzter Garten sei auch oft pflegeleicht.

Fischer wünschte eine intensive Beratung von Privathaushalten und Gewerbebetrieben durch den Landkreis, wie Grünflächen naturnah gestaltet werden können. Sie regte auch die Begrünung von Dächern an, zum Beispiel von öffentlichen Gebäuden. „Viele Bürger sind sich über die Möglichkeiten im eigenen Garten gar nicht bewusst“, so Fischer. Aufklärung sei daher wichtig. „Ein heimischer Weißdorn ernährt 160 Insektenarten, eine Forsythie fast keine“, erklärte die Biologin und sprach davon, dass es nicht nur darum gehe, irgendetwas Grünes zu pflanzen.

Von Seiten der Ausschussmitglieder wurde auf mehr Beratung seitens des Landkreises gesetzt. Für Kontrollen war niemand. Dr. Reinhold Schütte (Grüne) forderte einen Schulterschluss zwischen Kreis und Gemeinden, um das Thema voranzutreiben. Sein Fraktionskollege Johannes Hiltner sieht noch viel Arbeit im Kampf für naturnahe Gärten. Ihm sind insbesondere die Plastikzäune ein Dorn im Auge. Michael Feiner (FDP) riet zu mehr Gelassenheit. Eine Straße verändere sich im Laufe der Jahrzehnte. „Viele Leute haben nach dem Hausbau kein Geld und keine Zeit für naturnahe Gartengestaltung und -pflege.“ Das komme oft erst Jahre später.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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