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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Firmen bei Förderung eher zurückhaltend

08.04.2019

Wildeshausen In einem mühsamen Prozess hat die Stadt Wildeshausen ihre Wirtschaftsförderung neu aufgestellt. „Wir wollen Schwerpunkte setzen“, erklärt Wirtschaftsförderer Claus Marx, der im Vorfeld auch die Mittelstandsvereinigung (MIT) und den Handels- und Gewerbeverein (HGV) mit ins Boot geholt hat. Seit drei Monaten ist die neue Satzung in Kraft. Eine erste Bilanz fällt gemischt aus.

30 heimische Unternehmen profitieren von WLO-Zuschüssen

Wildeshauser Firmen haben im vergangenen Jahr aus dem sogenannten „Markterschließungsprogramm“ des Landkreises Oldenburg Zuschüsse im Volumen von rund 11 000 Euro erhalten. Das berichtet Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis (WLO). Aus dem „Investitionszuschussprogramm“ gab es Zuschüsse im Volumen von 134 000 Euro an kleinere und mittlere Unternehmen. Die Beihilfen sind an die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze gebunden. Rund 30 Wildeshauser Unternehmen haben 2018 von WLO-Programmen profitiert.

Die N-Bank, die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen, hat Wildeshauser Unternehmen im Vorjahr Zuschüsse im Volumen von 400 000 Euro gewährt. Hinzu kommen unzählige Beratungsgespräche mit heimischen Firmen.

„Die Stadt kann nur da fördern, wo nicht schon andere aktiv sind, etwa die N-Bank oder die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis (WLO)“, erläutert Marx den Hintergrund. Darum habe man sich Schwerpunkte in der Innenstadt und beim Breitbandausbau gesetzt. Betriebe oder Geschäfte in der City, die Sanitäranlagen barrierefrei umgestalten oder Eltern einen Wickelplatz für ihren Nachwuchs anbieten, können einen Zuschuss von bis zu 2500 Euro erhalten. Die Bedingung: Die Toilette soll der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Bislang liege hier erst eine Anfrage vor, so Marx. Er bedauert, dass sich das Konzept „Nette Toilette“ in Wildeshausen nicht umsetzen ließ. Aber hier handele es sich um eine eingetragene Marke. Weil allein 2000 Euro an Lizenzgebühren fällig seien, habe die Stadt nicht mitgemacht.

Zwei Gespräche hat Marx bereits mit Firmen geführt, die sich für eine Beihilfe in Sachen Breitbandausbau interessiert haben. Die Stadt will vor allem Betriebe unterstützen, die nicht vom Ausbau unter Federführung des Kreises oder eines weiteren Programms unter alleiniger Verantwortung der EWE profitieren. Vor allem landwirtschaftliche Betriebe oder Gewerbe im Außenbereich fallen oft „hinten runter“, weil die kilometerlangen Erdarbeiten zu teuer seien. So hat der Wirtschaftsförderer ein Gespräch mit einem Hofbesitzer an der Ortsgrenze zu Visbek geführt. Dort werde das Netz durch Vodafone ausgebaut; im Landkreis Oldenburg dagegen von der EWE. Nun müsse geklärt werden, wer besser ein Kabel legen kann. Beim schnellen Internet stellt die Stadt eine Förderung bis zu 5000 Euro in Aussicht. „Wir sollten aber auch über Richtfunk nachdenken“, so Marx.

Eine weitere Idee der Wildeshauser Wirtschaftsförderung ist es, Künstler, Designer und Handwerker im Innenstadtbereich anzusiedeln. Neugründern winke ein Mietkostenzuschuss von maximal 4800 Euro in zwei Jahren. Das Problem: Die hohen Preisvorstellungen der Eigentümer seien oft ein Hindernis, um Gewerbeflächen anzumieten, weiß Claus Marx. Pro Jahr stehen für die „neue“ städtische Wirtschaftsförderung 50 000 Euro im Haushalt.

Es gibt aber einen ganz anders gelagerten Zuschuss: Damit die Firma Nordmann die denkmalgeschützte Villa Knagge sanieren und zu einer Braugaststätte umbauen kann, gibt es 80 000 Euro aus dem Stadtsäckel. Auch der Landkreis fördert die aufwendige Sanierung der künstlerisch wertvollen Fassade in zwei Tranchen à 40 000 Euro. „Wir fördern hier letztlich den Erhalt unseres Ortsbildes und den Denkmalschutz“, erläutert Claus Marx dazu.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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