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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Rathaus: An Fassade geht es von vorn los

13.07.2019

Wildeshausen In der Wildeshauser Stadtverwaltung ist Ernüchterung eingekehrt. „Wir fangen vom Prinzip her wieder bei Null an“, räumt Baudezernent Manfred Meyer ein. Bei der unendlichen Geschichte geht es um die Fassade des historischen Rathauses. Sie hat seit etwa drei Jahren an mehreren Stellen freiliegende Fugen. Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes ist nach wie vor nicht abgeschlossen.

Es geht um einen Fall von Pfusch am Bau: Die seinerzeit beauftragte Firma aus Westoverledingen (Kreis Leer) hatte die Fugen mit dem falschen Muschelkalk gefüllt. Dieser hatte weder die richtige Farbe, noch handelte es sich um das vom Denkmalschutz geforderte Material. Also wurden die Fugen wieder frei geschlagen. Im Rahmen der Gewährleistung wurden Teile des Rathaus-Mauerwerks später mit dem geforderten Stuhrer Antikkalk ausgefüllt.

Ursprünglich sollten die Arbeiten im Oktober abgeschlossen sein. Im November tauchten dann tatsächlich Arbeiter für kurze Zeit auf und beschäftigten sich mit der Fassade. Doch Anfang Dezember teilte Meyer bei einer Ausschusssitzung mit, dass die Fugen erst im Frühjahr gefüllt werden können.

Geschehen ist seitdem nichts, obwohl die Stadt eine Frist gesetzt hatte. An der Rathausfassade zur Westerstraße sind weiterhin tiefe Risse im Mauerwerk. Es besteht die Gefahr, dass Feuchtigkeit tief ins Innere dringen kann. Einige Fugen haben dort noch den falschen Muschelkalk, erklärt Meyer. Er räumte große Probleme mit der Firma ein. Selbst beim dritten Versuch habe diese den Auftrag nicht fachgerecht ausgeführt. Darum habe sich die Stadt von dem Unternehmen aus Ostfriesland getrennt und verklage es jetzt auf Schadensersatz. Um welche Summe es geht, sagt Meyer nicht. Für die Sanierung der Fassade hatte die Stadt Wildeshausen seinerzeit rund 70 000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Gemeinsam mit der Denkmalbehörde und dem Monumentendienst habe man nun eine neue Firma aus dem Emsland gefunden, die die Fugen füllen soll. Es handelt sich Meyer zufolge um ein kleines Unternehmen, das auf Aufträge dieser Art spezialisiert ist. Einen Termin, wann es am Rathaus weitergeht, gebe es noch nicht. Ziel sei es, im Herbst zu starten. Eines sei aber schon jetzt klar: Die alten Fugen müssen noch tiefer vom falschen Muschelkalk gesäubert werden. Eben alles wieder von vorn.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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