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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schiffshavarie: Den Suezkanal genau im Blick

30.03.2021

Wildeshausen Die Weltwirtschaft schaut auf das havarierte Containerschiff „Ever Given“ im Suezkanal. Einer, der die Bergung des Frachters genau verfolgt, ist der Wildeshauser Michael Witten (72). 2016 unternahm er auf dem Containerschiff „Marco Polo“ eine Reise um die halbe Welt und passierte auch den Suezkanal (NWZ berichtete). „Diese Reise ist fest in meinem Kopf verankert. Deshalb schaue ich auf solch ein Ereignis besonders intensiv“, meint Witten. „Ich habe die Stelle im südlichen Suezkanal genau vor Augen. Wir sind mit der Marco Polo dort tagsüber gefahren. Unsere Fahrt durch die Wüste war ruhig.“

„Sein“ Schiff nicht im Stau

Als die „Ever Given“ vergangene Woche auf Grund lief, informierte sich Michael Witten sofort, ob denn „seine“ Marco Polo wie mehr als 300 Schiffe auch im Stau vor dem Suezkanal steckt. „Die Marco Polo befindet sich gerade auf dem Weg von Los Angeles nach Xiamen in China.“ Das Containerschiff gehöre mit 400 Metern Länge, 59 Metern Breite und 240 000 Tonnen zur gleichen Kategorie wie die Ever Given.

Im Jahr 2016 dauerte die rund 20 000 Kilometer lange Schiffstour von Michael Witten 60 Tage. Für seine 33 Quadratmeter große Kabine mit Vollverpflegung zahlte er 130 Euro pro Tag. Der frühere Wirtschaftsprüfer und Steuerberater reiste von Hamburg über China und Korea nach Kuala Lumpur in Malaysia. Immer neue Zeitzonen, Wetterwechsel von Gluthitze über Sandstürme bis zu sintflutartigen Regenfällen und eine gigantische Schiffstechnik konnte Witten hautnah erleben. Allein die Generatoren des Containerriesen liefern Strom für eine Kleinstadt von 16 000 Einwohnern. Angetrieben wird der Gigant von einer Maschine mit einer Leistung von 110 000 PS. Zurück nach Hause ging’s per Flugzeug.

Dass Michael Witten solch eine Reise unternahm, kommt nicht von ungefähr. Seit Kindertagen ist er begeisterter Segler. Von seinem ersten Gehalt kaufte er sich eine erste kleine Jolle. Später überquerte er mit einer Hochseejacht zweimal den Atlantik. Die Route nach Asien hatte ihn immer gereizt.

Heute besitzen Michael und Petra Witten keine Segeljacht mehr. „In Sachen Segeln habe ich alles erlebt.“ Seit Jahren liegt im Hafen von Grömitz an der Ostsee ihre 14 Meter lange Motorjacht. „Wir haben Klappräder an Bord und können von jedem Hafen aus das Land erkunden“, erzählt Witten.

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Neues Zuhause

Grömitz ist seit einem halben Jahr das neue Zuhause des Ehepaares. „Wir haben unser Haus in Wildeshausen verkauft. Zu unserer Motorjacht sind es jetzt nur noch 700 Meter“, sagt Witten. Dort will das Paar den Sommer verbringen. Seit Januar wohnen die Wittens – wie immer im Winter – in ihrer Wohnung auf Teneriffa. In Wildeshausen ist Michael Witten aufgrund seiner Beratertätigkeit als Wirtschaftsprüfer auch noch regelmäßig. Und selbstverständlich bestehen aus mehr als 30 Jahren in der Wittekindstadt viele persönliche Verbindungen.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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